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Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
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Mar Samuel 27 ist es auch nicht gestattet, aus Babylonien nach anderen Ländern zu ziehen 138״. Sein Schüler Rab Juda bewies gar aus der Schrift, dass es verboten sei, aus Babylonien nach Palästina zu ziehen139, was um so merkwürdiger ist, als Rab Juda als warmer Verehrer des heiligen Landes bekannt war140. Der Vorzug, den man Babylonien von jeher selbst in Palästina in gewisser Beziehung vor anderen Ländern eingeräumt hatte141, wurde damals vielfach erweitert142 und dies veranlasste auch, dass man nicht nur in den Schulen Rab’s und Samuel’s, sondern auch in dem Lehrhause des R. Joehanan zu Tiberias die Grenzen von Babylonien genau zu bestimmen suchte143; was den Beweis liefert, dass man in Palästina weit davon entfernt war, die unabhängige und bevorzugte Stellung des Nachbarlandes mit scheelen Blicken anzusehen. sondern sie als auf reale Tat- Sachen gestützt vollständig billigte. Rab und Samuel genossen auch in Palästina eine solche Verehrung, dass man sie mit dem Namen Rabbothenu sche-be־G01ah (unsere Lehrer im Exile) allgemein bezeichnete 144. IV, Nachdem durch die Konsolidierung der zur Blüthe gelangten Hochschulen in Babylonien für das jüdische Geistesleben daselbst eine neue Epoche begonnen hatte, trat in der persischen Monarchie eine politische Umwälzung ein, welche auch auf die Juden einen mächtigen Einfluss ausübte. Ardeschir Babegan, der Statthalter der Provinz Fars145, verschwor sich gegen seinen Herrn, den Partherkönig Artaban IV. aus dem Geschlechte der Arsakiden, wusste die kriegerischen Volksstämme, welche in den jüdischen Quellen Chabarim heissen146, für seine Pläne zu gewinnen und stürzte mit deren Hilfe die arsakidischp Dynastie, ln der Ebene von Hormuz147 verlor Artaban in einer entscheidenden Schlacht Krone und Leben, und Ardeschir (in der Pehlwi-Sprache Artachscheter genannt) schwang sich im Jahre 226 n. ü. Z. auf den persischen Thron148 und gründete die Sassaniden-Dynastie. Schrecken bemächtigte sich der jüdischen Gemeinden, als sie von dem Einfälle der Chabarim Kunde erhielten, denn diese

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