Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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David Hoffmann 15 adiabenischen Königshauses״ (ebds. 1879 No. 1—3) Rabbi Josua ben Chananja (ebds. 1880 No. 5—8) sehe ich in der Bibliographie zu den betreffenden Artikeln in der ״Jewish Encyclopedia“ nicht zitiert. Das alles freilich nicht ganz ohne die Schuld von H.’s Zurückhaltung und Bescheidenheit, die es verschmähte auch von den wertvollsten Veröffentlichungen Sonderab drucke vornehmen zu lassen, ja sie auch nur den Fachgenossen zuzuschicken. David Kaufmann, der wahrlich abzuschätzen wusste, bemerkte schon, dass Hoffmann es verstehe, seine besten Entdeckungen in Anmerkungen zu verstecken. Ebenso wichtig — wiederum weil sie zerstreut und daher wenig bekannt und nicht genug verwertet — erscheint uns eine Zusammenstellung von Hoffmanns Beiträgen zur Lexikographie von Bibel und Talmud. Sie sind fast immer von zwingender Beweiskraft. Die Leser dieser Zeitschrift erinnern wir nur an die literarische Notiz über פותח טסה (VI. Jahrg. S. 658f). Wer hat sich bei der Erklärung dieses Terminus durch ״Oeffhung eines Tefach״ nicht unbefriedigt gefühlt, die doch an vielen Stellen z. B. Oholoth XII 1 und 6 gar nicht passen will. Und wie wird alles sonnenklar, wenn dies פותח auf Grund des von Barth in seinen ״ Ethymologischen Studien״ festgestellten Wechsels von ה und ה nun als פותה erklärt wird: פותה טפח eine Handbreit. Erwähnt sei, dass H. auch in dem Kampf gegen die Reform eingriff. Wir erinnern nur an seine Streitschrift über das Badische Gebetbuch. Und auch das soll hervorgehoben werden, worauf die erwähnte Vielseitigkeit in den von Hoffmann zu den mannigfachsten Wissensgebieten beigesteuerten Beiträgen und Besprechungen hinweist, ohne es freilich deutlich genug aufzuzeigen, dass dieser grosse Fachgelehrte nicht etwa amusisch gewesen. Intensivste Inanspruchnahme durch seine wissenschaftlichen Arbeiten und Berufsgeschäfte raubten ihm freilich früh die Möglichkeit und später dann auch das Interesse, sich mit der Kunst auseinanderzusetzen. Hoffmann’s junge Frau musste in Vertretung des Gatten dann Rabb. Dr. Cahn-Fulda ins Theater führen, der nebenbei bemerkt bis an seinen Tod mit rührender Liebe und