Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2292929-2293011-2293013--05399-2298682
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

David Hoffmann 14 das Verbot stellte, aus diesen Aufzeichnungen allein ohne sorgfaltiges Studium der ersten Quellen eine Entscheidung zu treffen, so ist es doch in der Hand des Kundigen ein so wertvolles Hilfsmittel, dass die Veröffentlichung unbedingt wünschenswert ist. Ein so umfassender und tiefdringender Geist wie Hoffmann, dem zugleich Philo und Josephus, die Septuaginta, der Syrer und Samaritaner und die gesamte rabbinische Literatur gegenwärtig war, hat nicht zwei Menschenalter den Talmud durchforscht und gelehrt, ohne dass sich ihm überall Berührungspunkte und Entdeckungsmöglichkeiten boten, ohne dass er die verschiedensten Zweige der Wissenschaft bereichert. Von einzelnen grossen Abhandlungen, wie die Beilage zum Jahresbericht des Rabbinerseminars 1878: ״Der oberste Gerichtshof in der Stadt des Heiligtums“ bis auf kleinere literarische Notizen fliesst durch fünfzig Jahre der Strom neuer Erkenntnis für Geschichte und Literatur der nachbiblischen Jahrhunderte, die Liturgie, die Lexikographie des Talmuds, Folkloristik u. s. f. Die Besprechungen erstrecken sich auf Bücher so mannigfacher Art: über Barth’s ״Etbymologische Studien“ und Berliners ״Beiträge zur Geographie und Ethnographie Babyloniens“ usw. bis auf Maybaums ״Homiletik“ und Heller ״die echten hebräischen Melodien“, dass man fast stutzig wird. Aber auf -allen Gebieten hat H. uns etwas zu sagen, und zwar ein solches, das unsere Erkenntnis für die Dauer fördert. In der Bibliographie seiner Schriften und Aufsätze zusammengestellt von Rabb. Dr. L. Fischer in der Festschrift zum 70. Geburtstag Hoffmanns, zählen diese Bemerkungen und Aufsätze nach hunderten. Es wäre ein verdienstlicher Beitrag zur Literatur der jüdischen Geschichtsschreibung, wenn auch nur der Anteil festgestellt würde, den Hoffmann durch diese überall zerstreuten und zum Teil fast gar nicht zugänglichen Ausführungen an den Fortschritten dieser einen wissenschaftlichen Disziplin zukommt. Sie werden viel zu wenig benutzt. Selbst so umfangreiche Auf- Sätze wie ״Simon ben Scbetach und seine Zeit“ (Literaturblatt der ״Jüdischen Presse 1877 No. 1—3) ״Ueber die Synagogen im Altertum“ (ebds. 1878 No. 5—8) ״Die Proselyten des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.