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Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Darid Hoffmann 11 läge zum Jahresbericht 1882: ״Die erste Mischna und die Kontro- Versen der Tannaim“. ״Die erste Mischna“, vorher nur ein aus der Mischna bekanntes Wort, über das freilich mancherlei gesagt worden war, wird jetzt zu einem fest umrissenen Begriff. Die Urmischna hebt sich in ihren Bestandteilen heraus, das Alter wird festgestellt und das bedeutsame Resultat gewonnen — nicht dass es uralte Ueberlieferungen gegeben, das stand immer fest, sondern dass die Fassung und der Wortlaut vieler in unserer Mischna Diedergelegten Halachas einer viel früheren Zeit an gehört al3 die Redaktion unserer Mischna unter R. Jehuda Hanassi, sodass nicht Philo und Josephus sondern oft unsere Mischna, trotzdem sie Jahrhunderte später entstanden ist, die ältere Quelle darstellt. Als den Höhepunkt dieser Forschungsarbeit H’s kann man wohl die Beilage zum Jahresbericht des Rabbinerseminars 1S88 bezeichnen: ״Zur Einleitung in die halachischen Midraschim״. Das Buch ist das Standardwerk der Einleitungswissenschaft für die halachischen Midraschim. Es entzieht sich jeder Möglichkeit, auch nur die Themata zu umzeichnen, die hier in unüberbietbarer Kürze auf 92 Seiten erschöpfend behandelt werden. Die blosse Aufzählung dieser Themata nimmt im 15. Band des ״Magazin“ drei Seiten ein. Ueber jene Literatur, die an Alter und vielleicht auch Bedeutung noch vor unserer Mischna rangiert, über jene Literatur der halachischen Exegese der Thora, die Hauptquellen unserer Tradition, herrschten selbst unter den Kundigen höchst verworrene Vorstellungen. In die meisten dunklen Fragen wurde hier zuerst Licht gebracht, durch Beibringung zahlreicher Belegstellen die gewonnenen Resultate gesichert. Nicht wie in anderen Einieitungsbtichern haben wir hier eine vorwiegend nur systematisch geordnete Zusammenstellung bekannter Ergebnisse, es ist vielmehr ein schöpferisches Bach ersten Ranges. Das Buch stellt wohl einen Höhepunkt aber nicht einen Abschluss dar. Es folgen noch eine Reihe ergänzender Ahhandlungen und als wertvolle Gabe die Bereicherung der halachischen Midraschim selbst durch die Herausgabe der מכילתא

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