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Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 David Hoffmann ältesten Zeit bis auf die neueste auseinandersetzt, sind nur das eine Mittel, das H. befähigte, der grosse Erklärer des Pentateuchs zu werden. Das andere ist die wissenschaftliche Erfassung der Komposition der halachischen Midraschim, der verschiedenen Strömungen, die in diesen Traditionsquellen uns begegnen, die umfassende Kenntnis aller halachiseh-exegetischen Erklärungen des ßeligionsgesetzes aus der klassischen Periode der schriftlich fixierten Tradition. Es ist schwer, dem Uneingeweihten einen Begriff von der Bedeutung dieser Einleitungswissenschaft zu geben und von der Geistesarbeit, die in den Werken dieser Wissenschaft niedergelegt ist. Das Interesse und das Verständnis für die Wichtigkeit dieser Fragen, das unter den ראשונים, noch lebendig war, ist den späteren Geschlechtern der Talmudbeflissenen verloren gegangen und erst bei Talmudgrössen neuerer Zeit wieder erwacht. Und die nicht mit dem Talmud vertraute Welt glaubt, es wären die Werke hier, wie bei der Einieitungswissenschaft auf anderen Gebieten nur als Ergebnis sammelnder und ordnender Tätigkeit aus einer fleissig und mit Ausdauer benutzten Literatur zu gewinnen. Vielleicht darf man zum Vergleich heranziehen, dass das vielbewunderte Werk von Leopold Zunz: ״Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden“ was die in ihm sich kundgebende schöpferische Gelehrsamkeit und die Bedeutsamkeit der Ergebnisse betrifft, hinter den Arbeiten dieser Einleitungs- Wissenschaft zurücksteht. Oder ein anderes : dass Israel Lewy seinen wohlbegründeten ßubm als einen unseren ersten Kenner und kritischen Durch dringer dermischnaitisch-talmudischen Periode wenigen und nicht einmal umfangreichen Arbeiten auf diesem Gebiete verdankte. Das Material, das hier verarbeitet wird, ist nicht bloss durch einfache Sammeltätigkeit gewonnen, sondern in den kleinsten Bausteinen das ßesultat tiefgründiger Forschung Darum haben in dieser Literatur nur die grossen Talmudisten Wertvolles geschaffen, denen der Talmud in seiner ganzen Ausdehnung zugleich mit den verwandten Quellen völlig vertraut war. Nach einer Anzahl von Aufsätzen und Bemerkungen eröffnet die ßeihe grösserer Arbeiten auf diesem Gebiete die Bei-

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