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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 511

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 511 (sequence 93)
Language
German
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עיין עליו — עיין עלה 511 נתנסה die Bedeutung von Krankwerden, Beweis אירחות חיים S. 477 (ed. Schlesinger) wo es heisst לא נתנסה דניאל für Baba bathra 4a^ wo es heisst לא נענש דניאל. ״עיין עליו — עיין עלה". Unter dieser Spitzmarke veröffentlicht mein Freund und geschätzter Kollege Prof. E. Fink im ״Jeschurun״ Heft 0/6 eine Studie über das anscheinend schwierige עיין עליו. Allein dieses 5 Mal vorkcmmende Wort (das einmalige לה ist, wie auch einige Lesarten haben עלה ־=־) durchweg zu korrigieren ist doch bedenklich wenn auch, was aber nozti zweifelhaft ist, ein Mal sich איין finden sollte. Bass allen מפרשים die Unzulässigkeit des עיין bis auf heute sollte entgangen sein, da doch eine genaue Untersuchung den Richtern für alle Fälle geboten sei, ein besonderer Hinweis an diesen Stellen nicht nötig wäre, ist schwer anzunebmen. Ja, wenn es richtig wäre, dass die Pflicht der genauen Untersuchung, die dem Richter geboten und von ihm vorausgesetzt wird, auch für unsere Fälle ausreichte, dann scheint ein diesbezüglicber Hinweis hier ״unverständlich״. Aber, und daran leiden alle Deduktionen in Finks trotz alledem gründlicher und gelehrter Studie. Wenn alle Fälle, die vor den Richter kommen, gleich wären, dann brauchte er nicht bei den einzelnen besonders auf seine Pflicht aufmerksam gemacht werden. Aber es gibt auch solche von sehr komplizierter Natur, die manchmal unaufklärbar erscheinen, wenn hier der Richter auf seine Pflicht bis zur äussersten Grenze der Feststellung zu gehen, aufmerksam gemacht wird, wenn ihm gesagt wird; Hier gib acht, bemühe dich all die Verschlingungen, soweit es dir möglich ist, aufzulösen: so ist eine solche Mahnung sehr verständlich. Betrachten wir nun die einzelnen Fälle: Kidduschin 4a, Jebamotk 22 b und 35 b. In diesen Fälleu handelt es sich um die Nichtanwendung der Leviratsehe, bezw. die Ungiltigkeit einer bereits vollzogenen. Die Leviratsehe darf bekanntlich nur vollzogen werden, wenn der Bruder kinderlos verstorben ist und auch aus früherer Ehe keine Nachkommenschaft, auch jetzt nicht illegitime vorhanden ist. ובן אין לו פ׳׳מ אפי׳ ממזר. Dass hier eine tiefgehende, gründliche Nachforschung, die dem Richter besonders ans Herz gelegt werden darf, sehr notwendig ist, wenn nicht durch Erlaubnis des Jibbum eine אישור בדת getätigt werden soll, i3t doch wohl selbstverständlich. Ebenso kompliziert ist der nicht ganz sdäquate jedoch aufgleicher Liuie liegende Fall, in dem die Frage erörtert wird, ob eine an einer Schwägerin, nachdem sie feblgekoren hat, vollzogene Chaliza Giltigkeit hat oder nicht. Es ist hier die Frage, ob die stattgehabte Fehlgeburt den Rückschluss zulasse, dass im Abortns kein Jebetsfähiger Keim gewesen wäre, dann wäre die Chaliza gütig, so R. Jochanan, oder ob der Rückschluss nicht gestattet sei und die Chaliza ungiltig wäre, wie Resch Lakisch es meint. Jebamotli 10Die Witwe eines Nichtpriesters» die keine Kinder bat, kehrt in ihres Vaters Haus zurück und darf, was ihr in der Ehe nicht gestattet war, jetzt wieder als Pr>esrerstocl1ter Teruma essen. Umgekehrt liegt der hall bei einer aus nichtpriesteriicher Familie stammenden Frau, die einen Priester heiratet. Im ersten Fall entzieht das vorhandene Kind der Frau ihren Anteil an der Teruma, im zweiten Fall belässt das Vorhandensein des Kindes sie im Besitz des Teruma-Rechts. Im biblischen Text heisst es וזרע אין לה, wozu bemerkt wird מ׳ימ אפי׳ זרע פסול. Dazu die Bemerkung עיין עליו. Also gewiss eine heikele Sache, nachzuforschen, ob die bisher unbeschcltene Frau ein Kind hat, und zwar זרע פסול, das sie bisher Ursache ge-

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