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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 512

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 512 (sequence 114)
Language
German
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עיין עליו — עיין עלח 512 habt hat za verheimlichen und zwar deshalb nachzuforschen, damit sie anberechtsten Falls nicht zu dem איסור אכילת זר בתרומת kommt. Aber weil er «o heikel ist, darum ist hier erst recht der Mahnruf עיין עלה am Platze.*) Aach Baba bathra 115a, handelt es sich um einen Fall, in dem eine genaue Untersuchung anzuraten, wohl am Platze ist. Hinterlässt ein Vater keine Söhne, nur Töchter, so geht an diese die Erbschaft über, aber nur, wenn kein mittelbarer männlicher Spross vorhanden ist, wie Enkel oder Enkelin usw. von einem verstorbenen Sohn, denn dann gehen diese den direkten Töchtern vor. Umsomehr ist auf diese Bestimmung zu achten, als man sonst in fiagx&nter Weise die pharisäische Tradition verletzen und die sadduzäiache: תירש חבת עם בת הבך zur Geltung bringen würde. Es handelt sich also nicht nur um eine Geldfrage, sondern um d e Achtung vor der einzig autoritativen Anslegung des אם בן א ן לו. Za der Anweisung עיין עליו will ich gleich auf Raschbam aufmerksam machen, der zum Sehlagw. עיין עליז hinzusetzt דהאי מת, und ein Blatt weiter Sehlagw. האב קודם zweimal in seiner Erklärung sich des עיין bedient, er kann also nicht איין gelesen haben. Also ein alter Gewährsmann für die Richtigkeit dieser Lesart, wie sie sich bei allen מפרשים, Malbim einbegriffen, sich findet. Dass also ein Kopist oder Drucker, der das ואיין nicht verstanden, es in עיין umgewandelt habe, davon kann keine Rede sein. Nun wäre noch Maibims Erklärung zu Thorath Kohanim אמור Nr. 95 zu prüfen, der, weil er im Laufe seiner ]Erörterung אין ואפס sagt, als Krönzeuge für die ursgrüngliche Lesart איין angesprochen wird. Das beruht aber auf einem Irrtum. Die betreffende Stelle im ת״ב weiss nichts von dem עיין עליו, demnach will Malbim auch diese Phrase nicht erklären und erklärt sie anch nicht Er will uns durch den Zusatz von ואפס sagen, dass ואין im חנ״ך immer eine umfassende Verneinung bedeute im Gegensatz zu dem mit מאן in Verbindung {obwohl nicht existierende) gebrachten אן nur eine partielle Verneinung ausdrücke. Dass man in אין das Wort עיין lesen solle, daran denkt er nicht, wie es allerdings im allgemeinen -oft aufgefasst wird, denn es ist ja klar, dass in diesem Falle die ,גמ dies übliche אל תקרי angewendet hätte. Malbim berührt diesen Punkt überhaupt nicht,. Dass er sogar איין soll gelesen haben, ist vollständig ausgeschlossen. Denn in seinem Kommentar zu Sifre דברים סי׳ קנ״ת lesen wir: .בן אין לו עיין עליו, שאין בידר הוא במבמא קרוב לעיי״ך Also hat Malbim ת״כ gelesen, er will dieses aber nur als eine Anlehnnng wegen der Lautähnlichkeit gelten lassen, sonst würde dies nicht ganz zu seiner Erklärung im ת״כ passen. Wir können aber Malbims Auffassung im אין nur so erklären: אין bedeutet: ״durchaus nicht“, also בן אין לו keine Spur von Nachkommenschaft, und da dies einer weitgehenden Nachforschung bedarf, darum heben die חכמים unlehnend an den gleichen Wortklang warnend den Finger empor und rufen dem Richter za עיין עליז, also weil die תירה sich veranlasst sieht zu schreiben אין לו darum עיין עליו und nicht umgekehrt. Wenn ich nun auch glaube erwiesen zu haben, dass die Deductionen meines geschätzten Kollegen auf einer aus strengem Gerechtigkeitssinn hervorge gangen en unrichtigen Voraussetzung beruhen, 80 darf man ihm doch •dankbar dafür sein, dass er die Aufmerksamkeit auf diese mancherseits falsch aufgefasste Phrase des עיין עליו gelenkt und zum Nachdenken über sie angeregt hat' Prof. A. Sulzbach. *1 Diese Boraitha wird Kidduschin 4 a nebensächlich zitiert, da heisst es לה, das ist aber nichts anderes als עלה wie die richtige Lesart in derselben Roraitba in Jebamoth 70a lautet: Die Boraitha in Kidd. 4a mit dem zweimaligen עיין עליו muss nach der besseren Lesart in Jebamoth עיין עלה werden. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth, Berlin. Druck von H. ltzkowski, Berlin N. 24 Auguststr. 69.

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