Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 504

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 504 (sequence 86)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2293004-2293010--05349-2298632
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

604 Neue babylonisch-assyrische Rechtsdenkmaler usw. verstehen ,wird, die induktive Forschung zum Sockel unserer Philosophie zu machen, auf dem dann die Tradition wie ein Korrelat ruht, dann wird er gewiss das Beste aus Driesch schöpfen. Ich kann nichts Besseres sageu zum Ruhm des Buches, nichts Höheres erhoffen für unsere synthetische Aufgabe. Vorläufig müssen viele unter uns Drieschs Resultate, und was mehr ist, seinen Forschungsweg gründlich kennen lernen, damit sie reicher an Kenntnissen und Befähigung werden. Die Augen für die Grenzen unseres Wissens hat er gewiss geöffnet, die Bescheidenheit aber, die für ihn daraus folgt, lähmt nicht und führt nicht zu kalter Skepsis sondern drängt vorwärts zu neuen gewaltigen Fragen und oft genug zu gut gegründeten Antworten. Neue babylonisch-assyrische Rechtsdenkmäler und die Bibel. Von Dr. Jakob Neubauer, Hermannsberg, Post Wiesent (Opf ). Es ist noch nicht zwei Dezennien her, seitdem das Gesetzbuch Hammurapis (zum ersten Mal übersetzt durch den franzosischen Dominikaner Pater S c h e i 1) bekannt wurde und wie noch jedermann in Erinnerung, sogleich das Interesse der Wissenschaft, besonders der Bibelforschung in hohem Masse fesselte. In der Zwischenzeit hat das Hinzukommen zahlreicher Urkunden unsere Kenntnis des damaligen Rechtslebens wesentlich bereichert; es erfreut sich lebhafter Anteilnahme sowohl von seiten der Juristen als der Philologen und ist nunmehr auch im Bereich streng rechtsgeschichtlicher Forschung einbezogen worden. Neuestens liegen zwei Quellen Publikationen vor, deren grosse Bedeutung auch dem Fernerstehenden erkennbar ist. Einmal handelt es sich um vier Tontafeln, deren eine Clav bereits 1915 publiziert hatte, während die drei dem Museum zu Philadelphia gehörigen und von Lutz veröffentlichten Tafeln jetzt Arthur Ungnad dem deutschen Publikum in Umschrift und Uebersetzung bietet (״Fragmente eines altbabylonischen Gesetzeskodex in sumerischer Sprache“, Zeitschrift derSavigny-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.