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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 500

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 500 (sequence 82)
Language
German
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500 Philosophie des Organischen weil ja auch der Biologe selbst Objekt der Biologie ist (fundamentales Paradoxon). Die Schlussworte verwerfen die Meinung vieler Spezialforscher, dass es viele Wahrheiten und viele Standpunkte gebe. Universalität ist höchste Forderung, denn die Gesamtheit des Wissens ist Eines. — Das Werk, sagt Driesch, hätte auch mit dem theologischen Problem scbliessen können, doch hat er schon anderwärts das Wenige, was wissensmässig zu sagen ist, ausgesprochen. ״Im letzten Grund ist ja jedes Problem ein Teil des Gottesproblems“ (S. 598). II. Es ist hier nicht der Ort, das Naturwissenschaftliche des Werkes weiter zu erörtern. Etwaige Zweifel, wie z. B. ob der zweite Beweis wirklich gänzlich unabhängig vom ersten sei (was Driesch selbst andeutet), und eine Erörterung der 3 Hypothesen zur Klarlegung der Wirkung von Entelechie auf energetische Systeme gehören nicht hierher; ich persönlich möchte Drieschs Hypothese von den realisierten Bedingungsgleicbungen für die glücklichste halten und glaube, dass es nur deshalb schwer fällt, sich mit ihr zu befreunden, weil wir eben gewohnt waren, nichts anderes anzuerkennen als mechanische Systeme. Viele werden auch eine starke Abneigung gegen Drieschs Anschauung von der Inaktivität des Ich, das das Bewusstsein trägt, haben. Alle Freunde einer vita activa sehen hier init einem Mal alle Leistung. Denken, Handeln etc. dem bewussten Gebiet entzogen und dem unbewussten der Seele überantwortet. Aber wir besinnen uns, dass es schon vor geraumer Zeit eine Schule gab. die ähnliches lehrte; Ge u iin cx tat den berühmten Ausspruch: nudus sum huius mundi contemplator; 8pectator sum in hac scena, non actor, ich bin lediglich Zuschauer (Driesch: das Ich ha t nur und schaut) in dieser Welt, nicht Schauspieler. Und in dieser Schule, die den Namen Occasionalisten trägt, wurde das Eingreifen Gottes für jede Leistung benötigt. Also gesteigerte Aktivität Gottes, eine immerhin hohe religiöse Auffassung, resultierte daraus. Auch in unserem jüdischen Schrifttum findet sich gelegentlich der Ausspruch, dass hier unten

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