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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 487

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 487 (sequence 69)
Language
German
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Philosophie des Organischen 487 Anpassung zu sein. — Einen neuen Beweis konnte er Mer nicht formulieren, was allerdings durchaus nicht gegen eine faktische vitalistische Grundlage spricht. Aber die Fähigkeit der Regulabilität als solche beweist den Vialismus noch nicht, sondern gewisse Raumbeziehungen im aequipotentiellen System. 4. Vererbung wird durch die stoffliche Kontinuität der ^aufeinanderfolgenden Generationen ermöglicht. Ein Teil der Zellen des Individuums wird zu Geschlechtszellen, von denen die Neubildung eines Organismus ausgebt. Der Eierstock kann nun als ein kompiex-aequipotentielles System aufgefasst werden. Darunter verstehen wir ein System, in dem jede Zelle komplexe Akte leistet, die im harmonisch-aequipotentiellen System nur das Zusammenspiel der einzelnen Zellen zuwegebringt! Das gilt für das Ovarium, wr0 jedes Ei ein ganzes Individuum werden kann. Wir stehen hier vor der Tatsache, dass das Lebewesen seinen Ausgangspunkt und nicht nur diesen, sondern als Organsystem, als Fortpflanzungsorgan, wiederbildet. Wäre also der Organismus eine Maschine, so wäre sie so beschaffen, dass sie trotz aller Teilungen, die das befruchtete Ei® vom Moment der Befruchtung über alle Stadien bis zur Höhe der Reife durchmacht, doch ganz bliebe, nämlich im komplex-aequipotentiellen System des Eierstocks. Diese Annahme aber wäre für eine Maschine absurd. Wir müssen hier vieles übergehen, was Driesch an Fesselndem zur Vererbungsforschung vorträgt. Zuviel würde der Stoff den Leser belasten. Nur sei in Kürze der Vererbung erworbener Eigenschaften gedacht. Driesch lehrt, dass echte Mutationen, die sprunghaft nach de V r i e s auftauchen und meist einen Mangel an Mannigfaltigkeit darsteilen, und echte Mendel- Varianten, das sind Individuen späterer Bastardgenerationen, in denen durch Umgruppierung der voneinander unabhängigen Eigenschaften der ursprünglichen Eltern ein konstanter Mischxypus verwirklicht wurde (z. B. aus ursprünglich weissblühender nackter und rotblühender behaarter eine ,weissblühende behaarte Pflanze), vererblich sind. Auch die Vererbung von Instinkt- Variationen, wie sie Kämmerers Experiment gelehrt, der Feuer-

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