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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 486

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 486 (sequence 68)
Language
German
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486 Philosophie des Organischen von seiner Lage im System und seiner Grösse ab, wird aber auch von den Möglichkeiten, der prospektiven Potenz, mitbestimmt, welchen Faktor wir E nennen wollen. Der Faktor E nun ist das Rätsel, an dessen Lösung die Entscheidung: Maschinentheorie oder Vitalismus hängt. Wenn man einen Organismus für eine physiko-ckemische Maschine hält, so müsste man zugeben, dass dieselbe Maschine vielfach und in verschiedenen Grössen- Ordnungen, nämlich in jedem Element und Elementenkomplex, der dieselbe formbildende Potenz hat wie das Ganze, vorhanden ist. Das ist zwar wunderlich, könnte aber einer Präzisionsmaschine eignen. Nun aber gibt es im Lebewesen bezw. in den harmonischaequipotentiellen Systemen unendlich viel mögliche Verschiebungen der kleinsten hypothetischen Maschinen; bei all dem würde die regulative Leistung doch zustande kommen. Das aber darf man einer Präzisionsmaschine nicht zumuten, und da die äquipotentiellen Systeme das vertragen, (z. B. Drehungen) sind sie keine mechanischen Systeme. — Der Buchstabe E erhält nun den Namen Enteleckie (aus Verehrung für Aristoteles) und wird der Ausdruck für ein wahres Element der Natur. Dass Regenerate d. h. Ersatzbildungen für entfernte Teile abermals regeneriert werden können, erhöht die Absurdität einer chemischen Theorie einer Formhildung und damit der Maschinentheorie! Driesch macht es sich zum Grundsatz, dass nur unwiderlegbare und unabweisbare Sachverhalte und Analysen zum Beweis der Autonomie der Lebensvorgänge dienen dürfen. So ist Driesch in dem grossen Kapitel über Anpassungen (morphologische und physiologische) ausserordentlich kritisch. Zunächst macht er den Unterschied zwischen spezifischem Angepasstsein und echter Anpassung: jenes bezeichnet einen Zustand, diese einen Prozess, der funktionelle Störungen ausgleicht. Unter den Fällen, die man als physiologische Anpassung gedeutet hat, scheinen nur die Immunitätsprozesse boi Infektion»- krankheiten, die Bildung sogenannter Antikörper, die das bakterielle Gift beseitigen und im allgemeinen eine abermalige Erkrankung dieser Art verhindern, Driesch eine echt sekundäre

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