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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 476

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Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 476 (sequence 58)
Language
German
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476 Untersuchungen über die Entwicklung usw. die Bemerkung gebracht wird, dass Lev. 12,5 שבעלס (nicht ע-ם;■#), Ex 23. 113 יחרב (nicht בחלב) gelesen ־werden muss1). § 5 Auch die Tod veiseB (bei der Thoravorlesung) und — was damit unmittelbar zasainmenhängt — die Abteilung der Verse gehören zur mündlichen lieber- Lieferung. ״ בל פסוקא דלא פסקיה משת אגן לא פסקינןWir dürfen keine andere Versahteilung machen als Moses44 (Megilla 25a.). Der Talmud in Megilla 5 a und Nedarim 37 b berichtet, dass Esra besonders die Kenntnis der Abteilungen der Verse (פשוקים) und der Trennungsakzente (פסקי טעמים) förderte. Dass dies für die korrekte Lesung der Bibel von grosser Bedeutung war, ergibt sich ohne weiteres, man denke nur an die zahlreichen Pausalformen (aus מי.פ wird מלם; aus לדך wird לדך usw.) Siehe auch Ohagiga 6r> § 6 Wenn wir über das aus der ältesten jüdischen Literatur gewonnene massoretische Material Rückschau halten, so ergibt besondere Bedeutung. Denn R. Gerschom war nicht nur eine talmuuische Grösse, sondern auch ein sehr bedeutender Massoret. Heideuheim führt eine Stelle an aus einer Handschritt zu Gn. 40,:■׳; sie lautet : מצאתי נפערת הגדולה ש ב ת כ ר ב י ב ד ג ר ש ם מ א ו ד הגדלה כתוב כסימן דהד מן פ״פ מן חד חד על וידצי£ פי־עה ער שבי סרביו על שר המש קיפ. Wie diese Verse aut*- zufassen sind, in weichem Verhältnis R. Gerschom zur Ochla ־wochia- Urschrift steht, wird im weiteren Verlauf der Aibeit eingehend erörtert werden. *) Wie diese einzige Stelle, wo der Talmud deutlicher über die Vokalisation spricht, von gleichen Konsonantenbildern mit verschiedener Vokalisation handelt, so beginnt auch die Vokalisationsbezeichnung im Syrischen und Hebräischen damit, dass solche gleiche Konsonantenbiläer ״obenמ״עיל) ״ Vokal mit vollerer Aussprache) und ״untenמלרע) ״, Vokal mit leichterer Aussprache) mit Punkten versehen wurden. Sieh9 H. Graetz in ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums״ (MGWJ) XXX (1881) S. 848 — 367; 395—405. Es ist leicht einzusehen, dass zu einer Zeit, da nur der Konsonantentext schriftlich fixiert war, das Bedürfnis, die überlieferte Vokalisation zu schützen, sich am frühesten und intensivsten dort fühlbar machte, wo verschieden lautende Vv orte mit denselben Konsonanten geschrieben und deshalb der stetigen Gefahr einer Fälschung ausgesetzt waren. Massora und das erste Yokalisationssystem suchten in dieser Weise vorzubeugen.

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