Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1921)
- Date
- 1921-11-01
- Page
- Seite 475 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 47׳> aber an äusseren, schriftlichen Ausdrueksmitteln zur Wiedergabe der Vokale fehlte. — das erste Vokalisationssystemwurde frühestens im 6. Jahrhundert geschaffen — musste die Behandlung derVokale sich in sehr engen Grenzen bewegen; aber umso grossere Bedeutung gewinnt die Vokalisation in der eigentlichen massoretischen Literatur. Als bemerkenswerte Stelle, welche als Vorläufer dieser späteren Zeit angesehen werden kann, sei Sanhedrin a. a. 0. zitiert., wo werden können. Ferner wäre es möglich gewesen statt שמים (mit Vokalbuchstaben) שאמאים, statt כצדים (mit Vokalbuchstaben) 2מיצראי zu schreiben* Diese unser Auge störenden Wortbilder, weiche wir wr0hl nur aus den Heften der Schulkinder, die, wie so oft auch hier die einfachsten Ausdrucksmittel zu finden wüssen, kennen, sind nicht nur graue Theorie, sondern besitzen wirklich sprachliche Existenz. Sie finden sich nämlich durchweg im Mandäischen, der Sprache einer heidnischgnostischen Sekte (auch Sabier und Johanneschristen genannt), deren Existenz sich ungefähr seit dem 4. Jahrhundert im Euphrat- und Tigrisgebiet nachweisen lässt und deren religiöse Schriften, trotzdem das Volk sieh heute zumeist der arabischen Sprache bedient, in einem eigentümlichen, dem Babylonisch-Talmudischen und Sy rischen am nächsten stehenden ostaramäischen Dialekt geschrieben sind. Der Ranz. St. versteht unter 1 מקרא סוברים. die Aussprache der Fausalformen (statt 2 (ארץ;ארץ. die Aussprache der Dualendungen, in welchen ein Pathachlaut gesprochen, aber kein Aleph geschrieben wird. Er hätte auch sagen können, dass die Gemara mit dem Worte שמיס ebenfalls die Pausalendung meint. Durch seine Erklärung jedoch motiviert er die Anführung dieses Wortes, weiche sonst unnötig gewesen wäre, da die Fausalformen bereits durch ארץ vertreten sind* Andererseits vermisst er die matres lectionis bei den übrigen Wörtern nicht, hält sie aber für notwendiger bei diesen Dualendungen, weil das Jod als Vokalbuchstabe auf ein unmittelbar vorhergehendes Pathach nicht schliessen Hesse. Der oben behandelte ״Raschikommentar‘ ist in Wirklichkeit nach der allgemeinen Ansicht von R. Gerschon. Sie entbehrt jedoch nach einer einwandfreien wissenschaftlichen Begründung. Von der Massora- Wissenschaft aus Hessen sich Beiträge zur Klärung dieser Frage in der Weise bringen, dass die im Kommentar enthaltenen massoretischen Bemerkungen mit dem verglichen werden müssten, was sonst über seine massoretischen Anschauungen bekannt ist. Falls sich wirklich dieser Kommentar als ein Werk des מאור המלה nachweisen Hesse, so hätten die darin enthaltenen massoretischen Erörterungen eine ganz