Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1921)
- Date
- 1921-11-01
- Page
- Seite 467 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 467 seine Aufgabe lösen. Und wenn diese bisher zu wenig Unter- Stützung bietet, so muss er als Historiker Vorarbeiten leisten, um auf fruchtbarem Boden massoretisch arbeiten zu können. Er fördert aber dadurch nicht nur die Wissenschaft der Massora, sondern auch die der Bibel und vor allem die der hebräischen Grammatik. Von diesen Gesichtspunkten getragen, ist die vorliegende Arbeit entstanden. Das erste Kapitel gibt ein Bild der ■massoretischen Tätigkeit seitens der alten Mischna-, Gemara- und Midraschlehrer, die übrigen Kapitel behandeln die Zeit nach Abschluss des Talmuds. Die hier niedergelegten Anschauungen (z. T. auch die des ersten Kapitels) sind das Ergebnis einer eingehenden speziellen massoretischen Untersuchung. Ausgehend von der Kollation dreier selbständiger Massorasammlungen1) gelang es durch Quellenscheidung sie als ßezensionen einer Oehla w’ochla-Urschrift zu kennzeichnen und diese Urschrift in ihrer genauen Gestalt zu rekonstruieren. Es ־wurde ferner versucht, die Entwicklung der Massora ausführlich zu behandeln, vor allem darzulegen, dass nicht nur diese ״Massora- Sammlungen‘4, sondern auch die einzelnen, darin enthaltenen grösseren und kleineren ״Verzeichnisse0 ihre eigene, von anderen wesentlich differenzierte Geschichte haben. Die so gewonnenen prinzipiellen Ergebnisse gestatten, die Entwicklungsgeschichte der Massora2) von neuen Gesichtspunkten aus zu betrachten. l) 1. Die massoretische Handschrift Y b 10 der Hallenser Univereitätsbibliothek (= K). 2. Die Ochla w’ochla־Handschrift der Pariser Staatsbibliothek ed. S. Frensdorff, das Buch Ochla W’ochla (Massora) 1864 (=־ P). 3. Die Massora finalis, angelegt von Jakob ben Chajjim und gedruckt zum ersten Mal in der Bombergschen Bibelausgabe Venedig 1024—5 (— Mt). ־) Eine lückenlose Darstellung ihrer Geschichte zu geben, geht über den Rahmen dieser Arbeit hinaus. Vor allem konnte die ״babylonische Massora״ keine Berücksichtigung finden, da das durchgearbeitete Material der ״fciberischen Massora“ angehört. Jedoch gelten die prinzipiellen Untersuchungen und Ergebnisse mutatis mutandis von dem ganzen Gebiet der M. Die neuesten