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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 465

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 465 (sequence 47)
Language
German
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 465 der Auffassung ist hier eiügetreten? Wir wollen uns nun an den dritten Leitgedanken erinnern, der uns zum Verständnis Cohens führen sollte: Das Problem der Individua 1 i t ä t. Bei Kant tritt es noch ganz zurück; Cohen hat sein ganzes Leben mit ihm gerungen, ohne es fassen zu können, lndem er nun — in seiner letzten Periode —, das Individuum entdeckt, entdeckt er zugleich die Religion, entdeckt er es als religiöses Individuum, entdeckt es in dem tiefsten und eigensten Gedanken des Judentums. So wird auf dem Höhepunkt seines philosophischen Schaffens, sein Weg zum Judentum von selbst bestimmt, so wird er in konsequenter Folge seiner Idee zum Philosophen der Religion, zum Philosophen des Judentums. Hier aber sind wir schon bei unserem Thema: Die Religionsphilosophie H. Cohens. (Fortsetzung folgt) Untersuchungen über die Entwicklung und den Geist der Massora*). Zum 6• Tebeth 5682, dem ersten Jahrzeitstag־ meiner Mutter נשים במאי זכיין באקתיי בגייהו (Berachoth 17a). In den Wochen, da sie ihrer Vollendung entgegenging, reifte diese Arbeit. Von Schuldirektor Dr. Ernst Ehrentreu-München. E inleitung. Die Wissenschaft der Massora bietet dem Forscher mehr Hindernisse, als irgend ein anderer Zweig des jüdischen Geisteslebens. Ihre Literatur stellt uns vor Schwierigkeiten wie wenige andere literarische Erzeugnisse des Judentums und ihre Geschichte ist weniger erforscht als nur irgend ein Gebiet der jüdischen Wissenschaft. 1J Die Geschichte der Massora ist in den letzten Jahrzehnten in ganz bedauernswerter Weise vernachlässigt worden, vor allem von jüdischer Seite. Das ist umsomehr zu bedauern, als gerade die gesetzestreu gerichteten Kreise es als eine heilige PJlicht an-

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