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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 460

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 460 (sequence 42)
Language
German
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460 Die Religionsphilosophie Hermann Cohen’s ״dem Vorurteil der Dinge “ — ״nicht die Dinge, sondern die Erkenntnis von den Dingen, die wissenschaftliche Erkenntnis ist allemal das Erste, woran sich anknüpfen lässt“22) für die Ethik; ״Unabhängigkeit gegenüber den Mächten, Tat- Sachen, den Einrichtungen und Besitztiteln der Kultur“ 22). Freiheit auch von dem ״Vorurteil des Charakters“ der angeblichen Gegebenheit des Subjekts der Ethik, der Person. — ״Das Subjekt wird nicht schlechterdings vererbt, sondern soviel Geburt und Vererbung auch zu berücksichtigen sein mögen, so bleibt doch immer ein neues, eigenes Problem, welches keineswegs in den gegebenen Momenten und Bedingungen restlos aufgeht23) und konstituiert so die sittliche Person als Rechts- Subjekt. In der Aesthetik ermöglicht diese ״Methode der Reinheit“ das Ideal. Es gibt nichts Gegebenes, nur Aufgegebenes, nur die ewige Aufgabe. An Stelle der festen Grundlagen treten die Grundlegungen, im Sinne der wissenschaftlichen Hypothesis, sie ist das ״Werkzeug der Wahrheit“ 24). ״Es gibt keine andere Gewissheit als die der Hypothesis“25). Diese Methode ist es auch, die Ethik und Logik verbindet, die Einheit von Denken und Wollen verbürgt. Einheit, wohlgemerkt, aber keineswegs Identität. Einheit im Sinne der platonischen svcogis, hei der die zu vereinigenden Begriffe in ihrer Differenz bestehen bleiben26). Der ״Wille“ hat seine eigenen Gesetze, seine eigene Kausalität, die Kausalität des Zweckes. Der Mensch als Objekt der Ethik gehört nicht zum Bereich der Natur, — ״nur die methodische Veranlagung ist in der Logik zu suchen, die Konstituierung der begrifflichen Inhalte überlässt sie der Ethik“27). Mit dieser These steht und fallt die idealistische 22) Siehe Ethik Seite 89. ff. 2* *> Ethik. S. 91. *) Ethik S. 95. 2*) Ethik 8. 93. 2®) siehe dazu bes. Ethik S. 439. 2ז) siehe u. a. Etk. 4L ff.

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