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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 439

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 439 (sequence 21)
Language
German
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Mar Samuel 489 Baraitha, Tana de Be Samuel genannt, aus der wir nur noch wenige Bruchstücke im Talmud besitzen 94. Diese Baraitha bestand, wie aus den im Talmud und Midrasch angeführten Stellen ersichtlich ist9,5 teils aus erklärenden Zusätzen zur Mischna fTosiphtoh), teils aus alten Halachoth, zuweilen samt deren Herleitung aus der Schrift (Midrasch), zum Teile auch aus älteren Sagen und historischen Berichten. Jedoch ist diese Baraitha ungeachtet der Korrektheit und Zuverlässigkeit derselben, nicht zu einem solchen Ansehen gelangt, wie die Baraitha’s des R, Chija und R. Oscbija96. Samuel hat übrigens nie die Absicht gehabt diese Sammlung als Richtschnur für die Praxis hinzustellen, da er seihst sich nicht immer nach derselben richtete, wenn er für die praktische Religionsübung (Halacha 10 ma’ase) lehrte 97, In dieser Tätigkeit, alte Traditionen zu sammeln, lag aber nicht der Schwerpunkt von Samuels Wirksamkeit für die Gesetzeslehre; dieser ist vielmehr auf einem andern Gebiete zu suchen, wo sich dem riesenhaften Geiste Samuels ein weit ergiebigeres Feld zur Entfaltung seiner Tätigkeit darbot. (Schluß folgt.) Anmerkungen. 1) Hierunter versteht man in der jüdischen nachbiblischen Literatur zumeist einen Landstrich zwischen dem Euphrat und Tigris, der das alte Babel, einen Teil des ehemaligen Chaldäa und einen Teil Mesopotamiens umfasst. Ueber die genauen Grenzen desselben, cf. Kiduschin 72 a, bes. Rapoport in Kerem Chemed V, p. 216 ff. und Ersch und Grubers Encycl. Sec. II, 27, S. 178 ff. 2) cf. Bikkurim (hebräisches Jahrbuch), Jahrg. 1860 p. 87. 8) Kiduschin. p. 69 b. 4) cf. Epistola Scherirae ed. Wallerstein, p. 14 und Rapoport Einleitung zu תעוגות הגאונים (Berlin 1846), S. 10. 5) cf. Pesachim 3 b und Sanhedrin 32 b. 6) נציביז, Nisibis bei den römischen Schriftstellern. Diese Stadt Mesopotamiens lag am Flusse Mygdonius in einer sehr fruchtbaren Gegend (cf. Männert, Geographie der Gr. und Rom. Th. V. 2, S. 295 und ist noch heute in ihren Ruinen unter dem Namen Nisibin im S. O. von Mardin und dem Berge Dscliudi (Masius mons) zu sehen, (cf. Ritter, Erdkunde X, S. 119). 7) נהרדעא (cf. Josephus, Antiqu. 18,9 und 16). Diese befestigte Stadt lag an der Grenze zwischen Babylonien und Mesopotamien am JBuphrat und dem Kanal Narraga, der später in der Kalifenperiode Isa-

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