Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1921)
- Date
- 1921-11-01
- Page
- Seite 437 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Simlai 1× ep/1007159
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Mar Samuel 437 zeit in Zweifel und mussten zwei Tage statt eines feiern 72. Die Regeln, welche das Sanhedrin bei allen Kalenderbestimmungen befolgte, sowie die astronomischen Berechnungen, die dazu gehörten, wurden, unter dem Namen Sod ha-Ibbur (Kalendergeheimnis), nur ordinierten Gesetzeslehrern anvertraut 73. Sie waren ausserdem noch in einer Baraitha in kurzen und dunklen Andeutungen aufgezeichnetu. Samuel hatte nun durch seine astronomischen Studien über die Bewegungen des Mondes die nötige Kenntnis erlangt und konnte vor seinen Kollegen die Behauptung aussprechen, dass er den Juden der Diaspora den Monatsanfang jedesmal, wie er in Palästina festgesetzt wird, anzeigen und so die doppelten Feiertage ersparen könnte 75. Wiewohl er die ihm darauf von Abba, dem Vater des berühmten Agadisten R. Simlai’76, vorgelegten Sätze aus der Baraitha des Sod ha-Ibbur nicht zu enträtseln vermochte und von diesem die Bemerkung vernahm, dass er noch vieles Andere aus dem Sod ha-Ibbur, ebenso wie dieses, nicht verstehe 77, so wusste er dennoch einen Kalender auf sechzig Jahre anzufertigen, und er schickte diesen später dem Haupte der palästinensischen Lehrer, R. Jochanan, um ihm seine Ueberlegenheit zu zeigen78. Jedoch hat er nie daran gedacht, diesen Kalender zu veröffentlichen, weil er, so lange noch eine oberste religiöse Behörde in Palästina bestand, das einzige Band, das noch die Juden an ihre ehemalige Heimat knüpfte, die Abhängigkeit von derselben in der Festordnung, nicht zerreissen wollte 79. Dennoch aber unterliess er nicht Kollegen und Schüler in der Kalenderkunde zu unterweisen und die babylonischen Juden haben durch ihn die ersten Kenntnisse in dieser Wissenschaft erlangt80. Unter andern lernten sie auch von ihm die Dauer des Sonnenjahres auf 365 Tage und 6 Stunden bestimmenöi. weswegen auch diese Bestimmung der Jahreslänge, obschon beim Sanhedrin in Palästina von jeher gebräuchlich s2, bei den baby- Ionisch* n, sowie später bei den occiäentaiischen Juden den Namen Tekufah de Mar Samuel führte 83. Obgleich Samuel in das Studium der Astronomie uDd Ealenderkunde sich tief versenkt hatte, so war dennoch sein