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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 433

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 433 (sequence 15)
Language
German
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Mar Samuel 433 und unermüdlichen Elfers in seinen 'wissenschaftlichen Bestrebungen wurde ihm der Zuname Sehoked (der Wachende, d. b. der Fleissige) beigelegt55. Nachdem Samuel sich einen reichen Wissenschatz erworben und die neugeschaffenen Werke der palästinensischen Gelehrten zu seines Geistes Eigentum gemacht hatte, verliess er, wahrscheinlieh zu gleicher Zeit mit seinem Veiler, das ]!eilige Land und eilte seiner Heimat zu. um da seine Wirksa mK8it zu 0 eg innen. II. Während in Palästina die gedrückte Lage der Juden, die oft kaum den notdürftigen Lebensunterhalt den ungünstigen Verhaltnissen ahringen konnten, den Weisenjüngern die Pflicht auflegte, erst in vorgerücktem Alter nach vollständiger Beendigung ihrer Studien ein Ehebündnis zu schliessen, um nicht durch qua־ lende Nahrungssorgen in ihrer Geistestätigkeit gehemmt zu werden, war es bei den in Reichtum und Wohlstand lebenden babylonischen Juden allgemeine Sitte, schon vor dem zwanzigsten Lebensjahre in den Ehestand zu treten56, und es war der Fall nicht ungewöhnlich, dass ein dem Gesetzesstudium obliegender Babylonier als Galle uud Familienvater seine Heimat verliess und nach Palästina wunderte, um dort sein Studium zu vollenden 57. Aach Samuel wurde bald nach seiner Rückkehr aus Palästina eine treue Lebensgefährtin zur Seite gestellt58, aber er war nicht Willens, diese zu verlassen und in die Ferne zu ziehen, sondern er beabsichtigte, in seiner Heimat seine wissenschaf»iieben Studien fortzusetzen. Neben der Uebung der Arznei- und Gesetzeskunde legte er sich noch hauptsächlich auf die Astronomie, jene Wissenschaft, welche den anregendsten Eindruck des Erhabenen auf die menschliche Einbildungskraft hervorzubringen im Stande ist und den Staubgeborenen zur Bewunderung der Grösse und Allmacht des Weltenschöpfers hinreisst. Babylonien war schon in uralter Zeit die Heimat der Sternenkunde gewesen. Kein anderes . Land hatte, wie dieses, dem beobachtenden Forscher einen weiten ungehemmten Blick über ausgedehnte Ebnen und in einer klaren von keiner Wolke

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