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Jeschurun · 1921-11-01 · Heft 11-12 (November 1921) · p. Seite 431

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 11-12 (November 1921)
Date
1921-11-01
Page
Seite 431 (sequence 13)
Language
German
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Mar Samuel 4SI an der Vollendung dieses grossen Werkes teilgenommens7. Vor Allen sehen wir den grossen R. Cfcija aus Kafri nach dem heiligen Lande ziehen, der als vorzüglichster Jüngergenosse R. Juda’s nicht nur bei der Mischna-Redaktion mittätig war, sondern auch die von dem Patriarchen sanktionierten erklärenden und erläuterten Zusätze zu dem Mischna-Texte (Tosifta’6) verfasste 3*. Diesem R. Chija war auch ein junger Neffe Abba Aricha gefolgt39 und von ihm zum zukünftigen Lehrer Babyloniens heran• gebildet worden. In der Schule R. Juda’s finden wir auch Levi b. Sisi, den Lehrer Samuels, der, ebenso wie R. Oschija, Bar Kappara und andere, Traditionslehren sammelte, die in der Mischna keine Aufnahme gefunden, und deswegen Baiaitha’s genannt wurden 40, welchen Namen man überhaupt ausser der Mischna R. Juda’s allen von Gesetzeslehrern verfassten Werken beilegte, um damit zu beweisen, dass diesen keine solche Autorität, wie der Mischna, eingeräumt werden dürfe 41. Diesem Zuge der Auswanderer nach Palästina schlossen sich auch Abba b. Abba und sein Sohn Samuel an 42. Letzterer wird, sowie seine andern Genossen jungen Alters, nicht unmittelbarer Schüler R. Juda’s, sondern sass zu Füssen älterer ausgezeichneter Schüler des Patriarchen. Ausser seinem ehemaligen Lehrer Levi genoss er noch des Unterrichtes von R. Chanina b. Chama, der später von R. Juda zu seinem Nachfolger als Schul- Oberhaupt ernannt wurde 43. Bei diesem letzteren, der zu seiner Zeit als Arzt berühmt war, lernte auch Samuel die Arzneikunde, und wie es scheint, hatte er bei dem Eifer, mit dem er sich auf diese Wissenschaft legte, schon nach einigen Jahren seinen Meister übertroffen und sich als Chakim grossen Ruhm erworben44. Indem er, der Ansicht seines Lehrers folgend, die Quelle aller Krankheiten in dem schädlichen Einflüsse der Luft auf den menschlichen Organismus suchte und der damals allgemein selbst in intelligenten Kreisen herrschenden Meinung, dass in der nachteiligen Einwirkung des ״bösen Blickes“ der Entstehungsgrund der meisten Krankheiten liege, auf Entschiedenste ent• gegentrat 45, wusste er auch die Mittel ausfindig zu machen, durch welches man dem eingetretenen Uebel entgegenwirken könne

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