Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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294 תורה; ארץ ישראל; עולם הבא die ganze damals bekannte Welt sieh erstreckende jüdische Diaspora zurückzuführen. Dies hat schon ein palästinensicher Amora festgestellt29). Mochten aber die jüdischen Diasporage־ meinden noch so zahlreich und mochten sie noch so weit vom Mutterlande entfernt gewesen sein, — ein unsichtbares Band der Liebe und der Sehnsucht knüpfte sie und all ihre Mitglieder an das heilige Land und an das Heiligtum in Jerusalem. Nicht nur die alljährliche Tempelsteuer, den שקל zahlten sämtliche Juden der Diaspora gewissenhaft, nicht nur wallfahrteten sie, so oft es möglich war nach der geheiligten Stätte80), sie wollten auch unmittelbaren Besitz am heiligen Lande haben. Ein merk־ würdiges Zeugnis für diese Denkungsart und für die Sehnsucht der Diasporajuden gibt uns eine im Jahre 1914 in Jerusalem gefundene, aber erst vor kurzem näher bekannt gewordene griechische Inschrift, die in einer einstigen Synagoge von Dias־ porajuden angebracht war31). Der Text lautet in deutscher Uebersetzung: ״Theodotos, Sohn des Vettenos, Priester und Synagogen־ Vorsteher, Sohn eines Synagogenvorstehers, Enkel eines Synagogenvorstehers, baute die Synagoge zur Vorlesung des Gesetzes und zur Lehre der Gebote — und das Fremdenheim und die Häuser (Zimmer) und die Wasserbehälter (־geräte) zur Herberge für die aus der Fremde, die es bedürfen, — die gegründet hatten seine Vater und die Aeltesten und Simonides.״ Wie ich an anderer Stelle des näheren ausführte, ist der an der Spitze der Inschrift genannte Theodotos wahrscheinlich mit dem aus tannaitischen Berichten wohlbekannten Theodos aus Rom (תדדוס איש דומי) identisch, und die durch ihn und andere errichtete 29) 87 פסחיםb: אמרר' אלעזר לא הגלה הקב״ה את ישראל לבין האומות אלא בדי שיתוספו עליהם גרים, 80) Vgl. bes. M הלה IV 10 und 11. 81) Ich besprach die Inschrift in meiner Schrift: ״Jüdisch־ palästinisches Corpus Inscriptionum (Ossuar-, Grab- und Synagogen- Inschriften)“ R. Löwit Verlag, Wien-Berlin 1920, S. 101 ff. Dort wurde auch der griechische Text mitgeteilt.