Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1921-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1921) · page 29

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1921)
Date
1921-07-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2292929-2293004-2293008--05089-2298371
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

291 תורה! ארץ ישראל! עולם הבא richte durchmustern, so werden wir tatsächlich finden, dass diese drei Besitztümer Israels es waren, die auf die heidnische Welt um die Wende der gewöhnlichen Zeitrechnung und noch einige Jahrhunderte nachher den grössten Eindruck machten und die Sehnsucht nach ihnen bei vielen Menschen erweckten. Ein Beispiel dafür, wie eifrig das Studium der Thora bei den Gebildeten der heidnischen Welt betrieben wurde, bietet uns die Geschichte der Bekehrung des adiabenischen Königshauses. Nach der Darstellung des Midrasch14) sassen Monobaz und Izates und lasen einst im I. Buche Mosis den Abschnitt über das Gebot der Beschneidung. Diese Worte veranlassten sie, die Bescbneidung an sich vollziehen zu lassen, nachdem sie schon lange für die Ideen des Judentums gewonnen waren. Auch aus der Darstellung, die Flavius Josephus über die Bekehrung des Königshauses gibt15), geht hervor, dass das Lesen der Lehre, speziell des Pentateuchs eine oft geübte Sitte im adiabenischen Königshause war. Der galiläische Jude, Eleazar, trifft den König Izates — ofienbar zufällig — beim Lesen des mosaischen Gesetzes an. Er weist nun auf das jüdische Prinzip hin, dass es nicht genüge, das Gesetz zu lesen, man müsse auch all seine Vorschriften befolgen16). Dass aber bei diesen hochstehenden Männern das Verlangen nach der Thora nicht beim einfachen Lesen blieb, beweist der Umstand, dass sieben Söhne oder besser: Enkel der Königin Helene als תלמידי חכמים durch einen palästinensischen Gelehrten bezeichnet werden17). In der königlichen Familie blieb die Kenntnis der Lehre auch weiterhin heimisch. Ein späteres Mitglied, Namens Monobaz, behandelte einmal vor R. H) n 10 § 46 בראשית. 15) Ant. XX2,2. 16) Es ist dies der in 117 אברת im Namen von Simon b. Gamliei I. angeführte Satz: לא המדרש הוא העקר אלא המעשה. Der Satz stammt nicht von ihm — wie wir aus Josephus sehen —, er war allgemein an erkannter Grundsatz und wurde durch R. Simon ebenso, wie durch den Galiläer Eleazar angewandt. 17) T. סונה I ...א׳ ר, יהודה... שבעה בניה [של היליבי המלבה] תלמידי חכמים היו Z. St. vgl. Brüll , Jahrb. I, 77 f.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.