Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der konsequente Nationalismus 281 ihrer Lebensführung die Verbindlichkeit der religiösen Normen immer mehr abbröckelte, in Katechismen Äblasszettel zu schreiben. Es war wie bei der Predigt nach protestantischer Art, wie bei Orgel, Damenchor und stellenweise den Glockentürmen auch reine Nachahmungssucht. Das Christentum hat Theologie, Dogmatik, Katechetik, Seelsorge. Wir wollen auch Geistliche unter uns zählen, wie die hochgeachtete Kirche. Und sie waren beglückt, als sie Staatsbeamte wurden. Und auf der anderen Seite: Welche Herabsetzung ja geradezu Entweihung des Galuthjudentums. als ob es nur in einer Summe von Rechtsnormen sein Leben gesehen und nicht von den Lehren, von den Ideen des Judentums durch glüht gewesen. Wir danken für das Lob, das Kiatzkin der Entwichlung der Halacha zoj.lt, wenn es darin gipfelt, dass dadurch der nivellierende und entnationalisierende Geist des Prophetismus unschädlich gemacht wurde. Woher hat er seine Weisheit? Aus der Wellhausensehen für die Zwecke der protestantisch-liberalen Theologie zugerichteten Ideologie. Warum denn so von oben herab gegen Martin Buber? Es christelt bei ihm nicht minder. Die Millionen all der Märtyrer in den vergangenen Geschlechtem, sie sind nur für die Gebote in den Tod gegangen und nicht mit dem Bekenntnis des Seh'ma Jisroel auf den Lippen? Wir haben immer gehört: שמסרו נפשם על קדשוז השם dass sie ihr Leben hingaben. weil sie den Namen des einig-einzigen Gottes heiligen wollten, dass sie so recht eigentlich für die Idee des Monotheismus gestorben. Und bei aller Freudigkeit bei all dem Giücksgefühl, das ihnen aus der Erfüllung des Gesetzes floss, nimmer hätten sie das zweitausendjährige übermenschliche Leiden ertragen, wenn sie nicht der messianischen Hoffnung gelebt, und dies nicht bloss in rein irdischem und materiellem kinne sondern im Geiste der messianischen Idee, die alle Zeiten als eine Gestaltung der Welt durch die Herrschaft des Allmächtigen gefasst haben, wie das unsere täglichen Gebete lehren. Und endlich der unreife Nationalismus eines Achad Haams. Auch hier hat es sich Kiatzkin recht leicht gemacht. Mit dem