Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- – (sequence 144)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücherbesprechung. 253 Volkes handelt. Die Lehre von der Mission des Judentums fand in Rab einen begeisterten Künder, wie dies die Aufnahme der Huldignng ״Olenu Lesehabeach“ in die Liturgie und seine Anordnung eines Dankspruches vor Beginn des Thorastudiums beweisen. Dieser zweite Teil ist besonders klar geschrieben. Mit Rab’s Lebensanschauungen und Lehren wird uns zugleich auch sein Wesen und sein Innerstes vertraut. Bedauerlich ist nur, dass Inhaltsverzeichnis und Sachregister fehlen und dadurch die Lektüre erschwert wird, und dass der Verfasser es unterlassen hat, die moderne Literatur heranzuziehen, die sich mit Rab beschäftigt: Abhandlung bei Ham* bürg er. Aber der letztgenannte Mangel findet wobl darin seine Erklärung, dass der Verfasser eben eigene und neue Wege beschreitet. Das Werk von Zuri darf als eine bedeutsame, wertvolle Bereicherung der jüdisch-wissenschaftlichen Literatur aDgesprochen werden; er weist der Erforschung der Geschichte des Talmuds neue Wege. Und mit freudiger Erwartung dürfen wir den weiteren Arbeiten des jungen Gelehrten ent* gegensehen, der sich die systematische Durchdringung und Bearbeitung des talmudischen S.offes zur Lebensaufgabe gesetzt hat. In Bälde wird Zuri ein Vverk über ״Rabbi Jochanan“ erscheinen lassen, in welchem er die Darstellung des grössten galliläischen Amoräers, seines Lehens, seiner Zeit udü seines Wiikens erstrebt. Auch da wird uns das ganze Innenleben eines jüdischen Weisen erstehen4). Einige Schweizer Freunde der jüdischen Wissenschaft haben zur Subscription auf dieses Werk, das 800 Seiten stark sein wird, dessen Vorzugspreis Frs. 7.— beträgt, und dessen Preis nach Erscheinen sich auf Frs. 12.— erhöhen wird, eingeladen. Die Bedeutung solcher Arbeiten für das Studium des Talmuds und der jüdischen Geschichte ist so einleuchtend, dass auf ein starkes Interesse für diese ,Werke von Zuri gehofft werden darf* Basel. Dr. jur. Marcus Cohn. Dr. Siegfried Berufe!^, Kinderheim Baumgarten, Bericht über einen ernsthaften Versuch mit neuer Erziehung. Es ist ein unersetzbarer Verlust für alle, die ernsthaft mit dem Problem der jüdischen Jugenderziehung ringen, dass der Bernfeldsche Versuch, im Kinderheim Baumgarten 300 03tjüdi3che Flüchtlingskinder nach den Grund- Sätzen der Gemeinschaftserziehung, die durch Wyneken, Berthold Otto u. a. allgemein bekannt worden sind, zu erziehen, von Beginn an gehemmt und schliesslich, gerade, da sich Klares herauszukrystallisieren schien, jäh gestört ן) Eine schöne Probe aus diesem Werke ״Persönliches von. Rabbi Jochanan“ hat Zuri im jüdischen Jahrbuch 1ür die Schweiz ^Jahrgang 5679, S. 69—82 veröffentlicht.