Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- – (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
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1a₪₪mm₪nBmmM₪n₪₪₪₪₪B₪m₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪m 202 Blich erbesprechungen. Zeitraum von etwa 29 Jahren liegt. Diese von Halevy entdeckten Tatsachen wurden jedoch in Zuris Dastellung nicht nur bestätigt, auch das ganze Leben von Rab, sein Werdegang und sein Wirken erfahren erst durch diesen langen Aufenthalt in Palästina ihre richtige Erklärung. Und darin liegt auch der wissenschaftliche Wert der Arbeit von Zuri. Er sucht nachzuweisen, dass Kab sich die Forderung und Erhaltung der judäischen Denkart, die er in Judäa in sich aufgenommen hatte, zur Hauptaufgabe gesetzt hat und sie zielbewusst zu erfüllen bestrebt ist, sodass er als der Verpflanzer des Judaismus nach Babylonien zu gelten hat. Aus dem Gegensatz zwischen Galliläismus und Judaismus erklären sich nach Zuri die Verschiedenheiten auf dem Gebiete der Methodologie insbesondere in der Methode der Deutung der Bibel bei den Tannaim R. Akiba und R. Ismael und die aus dieser Verschiedenheit sich ergebende Differenzierung in den Dezisionen. Wie diese Trennung in psychologischer und logischer Hinsicht zwischen den Judäern und Galliläern sieb auch in Babylonien fortgesetzt hat, wie die Lehrmethode der Nordpalästinenser in Nehardea von Samuel, und, ihm folgend, auch in späteren Zeilen gepflegt wurde, und wie in bewussten Gegensatz zu Samuel nun Rab in Sura die judäische Richtung durchzusetzen bemüht ist, das will Zuri in den Abschnitt *Die Lehrzentren in Babylon und die geistigen Strömungen und Richtungen in denselben“ nach weisen. So lassen sich nach Zuri die verschiedenen Lehr« methoden von Nehardea und Sura sowie eine grosse Zahl der Meinungsverschiedenheiten zwischen Samuel und Rab auf die Verschiedenheit der galii״ läischen und judäischen Denkart zurückführen. Und die Geschichte von Rab ist zugleich die Geschichte des Judaismus im Gegensatz zum Galliläismus in Babylon. Viele Anschauungen des Rab, die uns nur in palästinensischen Midraschim überliefert sind (vgl. vor allem Bereschith Midrasch Rabbah 44,1 רב אמר לא נתנו המצות אלא לצרף בהן את הבריות) beweisen, dass er sich zu diesen Anschauungen schon bekannte, als er noch inmitten der Judäer weilte, und zeugen, wie die höchsten Lehren Rabs ihre Entstehung seinem Aufenthalt in Palästina verdanken. Aus judäischem Fühlen heraus ergibt sich beispiels« weise auch die Auffassung Rabs vom Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen. Während die Gailiiäer in Gott die Quelle des Erbarmens und der Liebe sehen, verehren die Judäer in Gott den Vater der Gesittung und der Gesetze, dessen Einwirkung auf die Geschicke der Menschen und Völker eine Emanation seiner Gerechtigkeit ist. Doch diese judäischen Tendenzen, die Zuri bei Rab nachweist, sollten hier nur skizziert werden; eine eingehende kritische Würdigung mag einer berufenen Feder überlassen bleiben. In einem zweiten Teil gibt uns Zuri zusammenhängend die Lehren und Anschauungen Rabs über das religiöse und nationale Leben und über das Leben und die Gesellschaft. Besonders beachtenswert ist das Kapitel*, welches von der Anschauung Rabs über die Auserwähitheit des jüdischen