Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- – (sequence 142)
- Language
- German
- Belongs to
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Büchebersprechungen. נ5 61צ liehen Nahrung. Eine so schwach fundierte Lehre vom Tode kann man höchstens als Leistung der Einbildungskraft des Autors werten- In der Tat ist Schleiche dichterische Ader bekannt; diese rühmenswerte Begabung hat seinen Sinn für schlichte, anspruchslose Wissenschaft, liehe Arbeit etwas verdunkelt und ihn seine Vermutungen mit einem solchen Schein von Sicherheit ausstatien lassen, dass man die neusten epochemachenden Forschungsergebnisse vor sich zu haben glaubt•. — Und doch sind es nichts als die vom Autor masslos überschätzten Kinder ׳seiner Dichtung. Natürlich ist manches hübsche Bild, manche von beschwingtem "Denken zeugende Auffassung* im Büchlein. Und gewiss werden wir seinen Feldzug gegen die Feuerbestattung begrüssen, wenn auch dessen theoretischer Unterbau nicht einwandsfrei ist, vielmehr anders besser gesichert werden kann. — Für uns kam es darauf an zu zeigen, dass wir selbst einem Autor, der nicht alte materialistische Bahnen wandelt Gefolgschaft versagen müssen, wenn er nicht den Tatsachen gebührende Achtung zollt. Der Phantast ist der unsicherste Bundesgenosse. W olisberg. Rab. Sein Leben und seine Anschauungen von I. S. Zur! (Schesal.) Zürich 1918. Buchdruckerei G. v. Ostheim. 151 S. Preis frs. 6 — Zuri will uns nicht nur eine Monographie in der üblichen Form geben — keine von den bisher erschienenen hat die klassische Koffmaims über Mar Samuel erreicht, — er will das Wollen und Leisten der Persönlichkeit in ihrem c: gallischen Verwaehsensein mit ihrem Wesen ergründen und sie dadurch unserem Verstehen und Nacherleben zugänglich machen, sie uns psychologisch näher rücken. So lässt uns Zuri in seinem jüngst erschienenen Eab die lebendige Gt&talt eines der grössten babylonischen Amoräer au» der hülle des talinudischen Stoßes hervortreien. Das zeitgenössische geistige und kulturelle Leben in Babylonien und Palästina, die politischen, wirtscha tlichen und klimatischen Zustande in Babylonien im allgemeinen und in Sura im besonder!), werden geschildert, und die Einflüsse, die das Werden Eabs bestimmt haben, werden anrgeäeckt So tritt schliesslich, continuierlich anfgeb&ut, die lichtvolle Gestalt Babs vor unser geistiges Auge. In Bezug auf die zweite Auswanderung von Rab nach Palästina kurz vor dem Tode des R. Jebudah Hanassi und die zeitliche Bestimmung der definitiven Rückkehr nach Babylonien steht Zuri voiikcn.men auf dem Boden der Ergebnisse der Halevy&chen Geschichtsforschung. Plalevy ist es bekanntlich gelungen naebzuweisen, dass zwischen dem im Jahre 190 erolgenden Tod von E. Jfehudah Banassi und der Ankunft des Rab in Babylonien ein