Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- – (sequence 139)
- Language
- German
- Belongs to
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248 עיין עליי. עיין עליה. zulässig erscheineu, da sie ja dem Verständnis einen Weg bahnt, das sonst nicht vollständig erreicht wird, auch nicht nach Malhim. Eine kleine Stütze für die Berechtigung meiner Vermutung finde ich in תוספות zu Abodah sarah 39 a?ד״ה אין לו עבש, wo es heisst דדריש אין לו עיץ לו כלומר עיין עליו. Hier wird also mit trockenen Worten gleichgesetzt: עיין עליו עיין לו אין לו. Ich füge noch aus einer von Herrn Seminar-Rektor Prof. Hoffmann ה׳ יאריך ימיו ושנותיו vor etwa drei Jahren mir gewordenen brieflichen Mitteilung die Ansicht dieser Autorität hinzu: "לולא דמסתפינא würde ich sagen, dass es wirklich ursprünglich איין לה ,איין לו geheissen hat, und dass mail nur, weil ein Wort איין sonst nicht vorkommt, dafür עיין geschrieben hat. Allein, um dies wahrscheinlich machen zu können, müsste ich erst die LA. איין in einem Mskr. nachweisen. Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, habe ich im מדרש הגדול die LA. איין einmal gesehen״. Leider konnte der grosse Gelehrte zu jener Zeit nicht mit Amerika korrespondieren, um dort alle Handschriften des מה״ג prüfen zu lassen. Vielleicht kann einer der Leser dieser Zeitschrift hier nachhelfen. Böcherbesprecliungen. ״Vom lebend!g־ea Hebräisch״ spricht in vier Aufsätzen, die im Jüdischen Verlag, Berlin erschienen sind, anregend und geistvoll, der als Hehraist und Sprachforscher rühmlichst bekannte Leiter des jüdischen Lehrerseminars in Jerusalem, E. M. L i p s c h ü t z. Wie ein geschliffenes Facetteglas, so strahlt in seinen Darlegungen vor uns die hebräische Sprache in ihren mannigfaehenEntwicklungsstufen, fruchtbarsten Beziehungen, erreichbaren Fortbildungsmöglichkeiten auf. Was das Charaktermerkmai der lebendigen Sprache ist und inwiefern [das scheintote Hebräisch dennoch immer ein lebendes gewesen, die hebräische Sprachgeschichte von der Bibel über die Mischna, den Midrasch, das rabbiuische reiigicnsphilosophische Hebräisch bis zur Meliza und der modernen Belletristik und Journalistik, die Stiluntarschiede eine3 Mendele Mocher Sforim, Bialik (dem ein besonderer tiefschürfender Aufsatz gewidmet ist), * Pincs, Jawetz, Jelliiu Frischmann, Perez, Berdyczewski, Agnon u. a. Die Frage der Aussprache des Hebräischen, der Anwendung von Fremdwörtern, die Probleme der Neubildung, die Notwendigkeit der Schaltung eines der Academie t'ran^aise ähnlichen hebräischen Sprachinstitufces in Jerusalem und seiner