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Jeschurun · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · page 133

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
– (sequence 133)
Language
German
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242 Monismus oder Dualismus? der Aufhebung des Dualismus (nämlich von Materie und Ganzheit, die hier die Form, die Entelechie, ist), darauf hindeutet, dass die Verbindung von Zufall und Ganzheit im organischen Leben nur vorübergehend ist. (8. Driesch, Die Wirklichkeitslehre S. 342). Die Aufhebung der Zweiheit, wie sie wohl durch den Tod geschieht, ist aber noch keine Negierung der Zweiheit überhaupt. Das ist aber das Grundproblem. ״Schickt Gott seine Kinder in daa Stoffhafte hinein als in ein ihm grundsätzlich Fremdes?“ (Driesch W. L. S. 342). Wir wollen in Kürze darauf mit Driesch, der gerade in diesem Abschnitt meisterhaft darstellt und deshalbim Original nachgelesen werden muss, antworten. Es ist nicht sinnlos zu sagen, dass Gott, als die Ganzheit, den Zufall schafft. Es ist nicht widerspruchsvoll zu glauben, Gott habe schaffend gedacht: ״Es werde das Stoffliche als das, was, sich selbst über״ lassen, auf Grund des Wesens seiner Teile ewig weiter ־ wird, bis ich es wieder vernichte“. (Driesch, W. L. S. 344). Bei all dem würde der Dualismus zwar bestehen bleiben, aber erträglicher werden, weil er zu einem Zwiespalt in Gott geworden wäre (Driesch 1. e.). Damit sind noch nicht alle Schwierigkeiten gelöst, die der echte Theismus der Religionen in sich birgt. Wir haben bisher nur versucht, wie wir das Problem des Dualismus mit Rücksicht auf den Gottesbegriff zu bewerten haben. Es liegt nicht im Rahmen dieser Abhandlung, auf alle speziellen Fragen der Religionsphilosophie auf diesem Gebiet einzugehen. So können wir hier nicht davon sprechen, was ״Gut und Böse“ im Rahmen des jüdischen Theismus bedeutet. Es ist dies umso weniger nötig, als dies Thema bereits manchen Bearbeiter gefunden hat. So hat Ililiel Zeitlin diese Aufgabe in übersichtlicher Weise für die meisten Religionen und philosophischen Systeme in seinem העוב והרע geleistet16). Dort finden sich sowohl die biblisch-talmudischen als auch die religionsphilosopbischen und mystischen Aeusserungen. Hermann Cohen suchte in seinem hinter!assenen Werk17) den Dualismus von Gut und Böse dadurch .כתנים נכחדים, כרך ראשון, ורשת תי־ע״א (16 17) D. Religion der Vernunft usw. S. 24,55 etc.

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