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Jeschurun · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · page 117

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
– (sequence 117)
Language
German
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226 Ein Absagebrief usw. Koryphäen sich ausspricht — mit einigen Federzügen und Phrasen zu erledigen wäre; dass die Rvs. wohl daran getan, eine der־* artige Erledigung über sich zu nehmen? Glauben Sie wirklich, dass solche Aussprüche und Voraus-* Setzungen denen das Herz abgewinnen könnten, für deren Erweckucg, Erleuchtung, Erhebung und Veredelung wir denn doch zunächst sind in die Schranken getreten? Glauben Sie wirklich, dass von der anderen Seite die Partei der freien Forschung und Bewegung2) sich mit derartigen Kon- Zessionen begnügen; dass in ihren Reihen dem Verrat und dem Abfall nun Einhalt geschehen, das religiöse Gemüt von der einen oder anderen Seite sich dabei beruhigt und beschwichtigt fühlen werde? Haben sie nie bedacht, dass ich um eines zu erlauben, auch die Befugnis haben müsse, ein anderes zu verbieten; dass mir entweder gar kein Recht zustehe oder eines mit dem anderen zustehen müsse; dass um den ירט שד abzustellen, mir auch die Möglichkeit gegeben sein müsse, den יו״ט ראשון in Kraft und Geltung zu erhalten? Welche Befugnisse hat denn eigentlich die Rvs. in ihrer jetzigen Zusammensetzung, Tendenz und Fassung für sich, die nicht jeder Laie auch hätte, der pro domo spricht? Die wissenschaftliche, tatsächliche Begründung? Di© ist doch wahrhaftig an und in Ihren Verhandlungen und Protokollen3) nicht ersichtlich! Eine Zeit, die in ihrer Ueberzeugung einig und sicher genug wäre, um eine Revision (der Lehre oder des Gesetzes) ausführen zu können, dürfte kaum das Bedürfnis dazu fühlen, und die es nicht wäre, würde keinen Beruf dazu haben — sagt Tresten in seiner Dogmatik I, 317. Ich führe 2) Darunter dürften wohl die Bestrebungen des ״Vereines der Reformfreunde“ in Frankfurt und der ״Genossenschaft für Reform im Judentume״ gemeint sein, welch letztere in Berlin 1845 den radikalsten Reformgottesdienst eingeführt hatte. (Hoiäheim). s) Protokolle der ersten Rabbinerversammlung (Braunschweig 1844) von Frankfurter-Hamburg. Protokolle der zweiten Rabbinerversammrang, Frankfurt a. M. 1843.

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