Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
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——1' MMeggMmMaillWlMJMMItJMgMLIllMllJIIHIIIII || | III lim1|| || ־ f| | am Sozialhygienische Betrachtungen über den Rahetag. 19B lationen weiterspinnt. In weit höherem Masse wird es dem seinen Sabbath feiernden Jaden gelingen, dem Fluge seiner geschäftlichen Gedanken Halt zu gebieten. Nicht nur, weil ihm die Handhabung von Feder und Blei entzogen; der Jude soll doch durch seinen ganzen Lebenswandel gewöhnt sein, seine Gedanken der höheren Weisung unterzuordnen. Zu dem Worte ועשית כל מלאכתך bemerken unsere Weisen in der Mehiltha: ונד אבשר לו לאדם לעשות נל מלאכתו כששת ימים? אלא שבות ישבת כאילו כל מלאכתך עשרה. Es sei Dir so, als wäre Dein ganzes Werk erledigt. Aehnliches sagt auch ausdrücklich der Prophet an der schon erwähnten Stelle: ממצוא חפצך ודבר דבר, kein Gedanke an das Werk der Woche, selbst im Klange der Worte sei das Geschäftliche vermieden. Das Unterlassen der erschöpfenden werktäglichen Tätigkeiten bedingt die E n t s p a n n u n g , die der Ruhetag bringt. Wahre Erholung erfordert aber ausser diesem negativen Faktor noch die positive Ergänzung: die Ablenkung. Die Bedeutung der Ablenkung für Körper und Geist haben wir schon eingangs gestreift. Jetzt wird die Frage zu erörtern sein: In welcher Weise bietet der Ruhetag Ablenkung für Körper und Geist? Ablenkung durch physische Betätigung steht an den Sonntagen im Vordergrund. Wanderungen, Betätigung der verschiedensten Arten von Sport bilden den Kern der Sonntagserholung. Dass diese Beschäftigungen imstande sind, den Körper aus den gewohnten Bahnen zu reissen, steht wohl ausser Zweifel, und es muss anerkannt werden, dass diese Betätigungen in frischer Luft der Regeneration der Körperkräfte entschieden förderlich sind. Andererseits ist indes zu betonen, dass die Förderung der Erholung durch den Sport keine ungetrübte ist, und ich glaube, dass man nicht nur ein Extrem an Zeit und Intensität hierfür verantwctiiich machen darf, die nachteilige Wirkung* liegt vielmehr im Wesen des Sportes selbst. Ein jeder weiss, dass der Sport an die Kräfte des Körpers hohe Anforderungen stellt, und ־wir haben ja bereits die nervenverbrauchende Wirkung rein körperlicher Arbeit erkannt. Darüber hinaus aber hält der Sport auch das Nervensystem in höchster