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Jeschurun · 1921-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1921) · p. Seite 82

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 82 (sequence 84)
Language
German
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SJ Die Bedeutung von נשים דעתן קלות עליהן. retten (vgl. 156 מגן אברהם Schluss), seine Frau Folterqualen ausgesetzt haben und noch dazu, da das Versteck auch der Frau, unbekannt blieb, dem möglichen Foltertode? Dies beweist m. E.? dass die Stelle anders zu erklären ist. Ich glaube, dass auch hier נש״ם דעתן וכח dahin aufzufassen ist, dass Frauen untereinander nicht diskret sind, dass sie keine Zurückhaltung vor einander üben. דילסא מצעיי לה bezieht sich nicht auf die Römer, sondern auf die andern Frauen, auf Verwandte und Freundinnen, welche sie mit Fragen quälen werden, bis sie ihnen das Geheimnis an״ vertrauen wird. Dies ist m. E. der Sinn dieser Stelle und die Bedeutung unseres Satzes im Talmud. Anders in nachtalmudischer Zeit. So zitieren Tossaphoth und Rosch, Anfang Chulin: ״In Hilchot Erez Israel״ steht geschrieben, dass Frauen nicht schlachten dürfen מפני שדעתן קלות. Diese Ansicht wird von beiden zurückgewiesen, und in der Tat scheint es sich bei der sonst unbekannten Schrift ״Hilchoth Erez Israel“ um ein zweifelhaftes Elaborat zu handeln, das von Asulai in Beziehung gebracht wird zu dem Abenteurer Eldad Hadani. Ueberaus schwierig wäre eineRaschistelle Abodah sarah 18 b, in der berichtet wird, dass Beruria, die Frau R. Meirs, einmal über den Ausspruch der Weisen נשים דעתן קלות spottete und von ihrem Manne durch einen Schüler in Versuchung geführt wurde, ״bis sie zu willen war, und als (der Sachverhalt) ihr bekannt wurde, erdrosselte sie sich.״ Hiernach hätte unser Satz in talmudischer Zeit den ganz allgemeinen Sinn gehabt, dass die Frauen leichtsinnig sind. Diese Raschistelle wäre, wenn sie eine talmudische Ueberlieferung enthielte, in der Tat ein Gegen״ beweis gegen die Richtigkeit meiner Darlegung, nach der in talmudischer Zeit unser Satz nur die Beziehungen der Frauen zu einander im Auge habe. Aber das Dunkel wird gelichtet durch eine ganz ausgezeichnete Untersuchung ״Schlimme Legendengebilde über R. Meir“, die Herr Professor Dr. Sulzbach im Jeschurun Heft 9/10 1920 veröffentlicht hat. Dieser tiefschürfende Talmudforscher und Literarhistoriker weist zwingend nach, dass Raschi,

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