Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 584 (sequence 88)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 1× ep/1002670
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184 Zur Schriftauslegung R. Akibas. Zur Schriftauslegung R. Akibas. Von Rabbiner Dr. S. Kaatz in Hindenburg O/S. Diese Darlegangen gelten der Behandlung eines wichtigen Satzes, der einer Erklärung überaus bedürftig ist, der als ein sehr populärer viel zitiert wird, aber in seiner Bedeutung m. E. bisher nicht gewürdigt wurde. Es ist dies der Satz Sifr&’s zu Lev. 25.1 {vgl. Raschi z. St): מה עדן מממדי, אצל הר סיד והלא בל המצות נאמרו מסיד אלא מה שמפה נאמרו כללותיה ודקדוקיה מסיני אף בולם נאמרו בללותיה ודקדוקיה מסיד. Warum wird beim Schmittahgesetz der Berg Sinai erwähnt? Sind doch alle Gebote am Sinai gelehrt worden! Das will uns sagen, dass, wie bei Schmittah sowohl die allgemeinen als auch die ein« seinen Bestimmungen am Sinai gelehrt wurden, so auch bei allen Geboten nicht nur die allgemeinen, sondern auch die einzelnen Bestimmungen am Sinai gelehrt worden sind.״ Der Gedankengang des Satzes ist folgender: Das Schmittahgesetz, das nach dem Einzug ins heilige Land in Kraft treten sollte, war bereits Ex. 29. 10 kurz erwähnt und wird hier im Leviticus noch einmal ausführlich gebracht und mit den Worten eingeleitet, dass Gott es am S i n a i geboten habe. Diese ausdräckliche Hervorhebung des Sinai wird nun von unserm Satze damit begründet, es solle dadurch angedeutet werden, dass, wie nicht nur die in Exodus erwähnten allgemeinen Bestimmungen des Schmittah, sondern auch die ausführlichen des Leviticus am Sinai offenbart sind, so auch das gleiche bei allen anderen Geboten der Thorah der Fall ist. (Dieselbe Folgerung wird von Sifra noch an andere Stellen geknüpft, an Lev. 7• 37 inbezug auf das מלואים Opfer, das bereits Ex. 29. 31 erwähnt ist, ferner an Lev. 26. 46 und 27. 34). So klar es nun auch ist, auf welcher Schriftauslegung der Satz beruht, so sehr bedarf der Sinn des Satzes selbst einer Erklärung. Was sagt unser Satz? Nach seinem schlichten Wortlaut scheint er nichts anderes zu enthalten als das aus einer Schrift-