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Jeschurun · 1920-11-01 · Heft 11-12 (November 1920) · p. Seite 555

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 11-12 (November 1920)
Date
1920-11-01
Page
Seite 555 (sequence 59)
Language
German
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Zum Wochenabsehmtt יישב. 555 wecken für die grosse Geistes- und Leidensgeschichte unseres Yolfees, für seine unsterbliche Gotteslehre. Den Leiden muss er ein mitleidender Künder sein, ein Erwecker der Hilfe, den Hoffnungen ein begeisterter Sänger. Von der Blässe des Zweifels nicht angekränkelt, soll er gläubig den Klängen der Sammlung der Zerstreuten lauschen, den Utopien sich fernhalten und vor Leichtfertigkeit warnen. Ueberall soll er die geistigen Fäden entwirren und aufweisen, in den Geschehnissen die Vergangenheit und Zukunft verbindende Idee, die Idee der Gottesdienerschaft Israels, erkennen und mit der Kraft seiner Sprache feiern. So soll er zum Retter werden in den Zeiten, wo auch die von Haus aus geistigste Nation durch die Schuld der Welt und durch eigene dem Augenblick versklavt und in Anbetung des Geldes und alles Ungeistigen befangen ist. Zum Wochenabschnitt ישב!. Von Rabbiner Dr. Josef Cohn, Leipzig־. Vorbemerkung. Die Verse, die die Geschichte Josephs einleiten, haben von jeher den Exegeten grosse Schwierigkeiten bereitet, und alle Anstrengungen, die gemacht wurden, ihrer Herr zu werden, haben kein Resultat zu Tage gefördert, dem man vollständig und rückhaltlos beistimmen könnte. Unbefriedigt von den bisherigen Erklärungsversuchen, soweit sie mir zugänglich waren, habe ich schon vor vielen Jahren diese Verse zum Gegenstand eingehender Betrachtung und Untersuchung gemacht und bin auf rein philologischem Wege zu einer von der herkömmlichen in mehreren wichtigen Punkten abweichenden Auffassung gelangt, deren Veröffentlichung trotz der bereits erfolgten Behandlung desselben Gegenstandes in dieser Zeischrift nicht überflüssig erseheinen dürfte.

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