Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 520 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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520 Der neueste Ansturm usw. Werkzeuge״ oder ״der gezückte Dolch entmenschter Feinde“, und da lässt er die Frau Rahab in Jericho von den Kundschaftern ״bestochen“ sein, obgleich davon im Texte gar nicht die Rede ist, und da nennt er die Israeliten mit dem bei ihm für sein© Schmähungen beliebten Fettdruck 9״raubende und mordende Nomaden“, während die Israeliten schon im Lande Gosen Häuser besassen und Getreidebau trieben (2. Mos. 12,3 ff.; 5. Mos. 11,10). Ferner bei der Erwähnung der Rückkehr aus dem babylonischen Exil sucht er für das Zurückbleiben eines Teiles von Israel nicht etwa nach einem Entschuldigungsgrund, wie er darin liegen konnte, dass ein Teil der Exulanten nach der Aufforderung Jeremiahs (29, 5—7) sich ansässig gemacht hatten und ihre Häuser usw. nicht verschleudern wollten. Nein, für Delitzsch ist dieses Zurückbleiben eines Teiles von Israel der sichere Beweis dafür, dass ״dem jüdischen Volke der Dienst des goldenen Kalbes vor dem Kultus Jabos weit vorging“. Die in Babylonien Zurückgebliebenen macht er (S. 102f.) sogar für den Zusammenbruch des jüdischen Staates unter den römischen Cäsaren verantwortlich. Deshalb billigt er (S. 104) Hamans Plan ״zu vertilgen, zu würgen und umzubringen alle Juden“ (Esth. 3 13) vollkommen und bezeichnet — über Gunkel (Esther 1916, S. 73 ff.), der Esther ״Blutdurst“' zuschreibt (S. 78), weit hinausgebend — die Gegenwehr der Juden als ״ein grosses Morden“. Endlich gegenüber dem jetzigen jüdischen Volke wagt er zu schreiben: ״Es liegt auf der Hand, dass ein solches absichtlich [!] vaterlandsloses Volk für alle übrigen Völker der Erde eine grosse, eine furchtbare Gefahr darstellt“, und damit man sene, dass es ihm um Rassen feindschaft zu tun ist, gibt er als ״tieftrauriges Beispiel, welche Gefahr die semitische Rasse schon im allgemeinen für die übrigen Völker der Menschheit darstellt“, die'Unterdrückung der Sumerer durch die semitischen Babylonier. Ja, sein Buch soll, wie er in dem vom ״März 1920“ datierten Nachwort (S. 104f.) ausdrücklich bemerkt, auf die an ihn ergangene Bitte, dem ״gegenwärtig im ganzen Vaterlande geschürten, dem Ansehen deutscher Kultur völlige Vernichtung drohenden