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Jeschurun · 1920-11-01 · Heft 11-12 (November 1920) · p. Seite 503

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 11-12 (November 1920)
Date
1920-11-01
Page
Seite 503 (sequence 7)
Language
German
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Thora und Wissenschaft. 503 Vorzüge in den Menschen; alle Vorzüge unserer Gegenwart liegen in der Zeit, alle ihre Gebrechen aber in den Menschen״. Und was hat jene Vorzüge bei unsern Ahnen gezeitigt? Einzig und allein das treue Festhalten an der Gotteslehre und das Leben nach dem Gottesgesetze! Das ist eine Erscheinung, die länger als anderthalb Jahrtausende angedauert hat und daher nicht als Zufälligkeit erklärt werden kann. Wir dürfen mit Sicherheit die Behauptung hinstellen: die Gotteslehre Scherns ist es, welche vorzüglich die Ueberwindung und Unterdrückung von Kanaan vollzieht. Und diese sollte sich von japhethischer Bildung und Wissenschaft in ihrer Existenz beengen und beschränken lassen, sollte in ihren eigenen Zelten nur als geduldeter Fremdling weilen? Dies kann und darf nicht sein! Zu diesem Zwecke hat unser verewigter Rektor bei der Eröffnung unseres Seminars es als erstes Postulat hingestellt: ״jüdisch-religiöses Leben und traditionsgetreue Anschauung zu fördern und zu heben“. »Wir wollen“, so sprach er, ״die Jünglinge, welche die Hallen unseres Instituts aufsuchen, für die Gesetzestreue erwärmen, sie mit unsern religiösen Vorschriften und Satzungen bekannt machen, durch eigenes Beispiel eines denselben conformen, praktisch religiösen Lebens ein gleiches in den dereinstigen Leitern der Gemeinden anbahnen, sie, ermahnend und belehrend, vor dem Verlassen dieser Pfade bewahren, sie vor bloss äusserlicher Werkheiligkeit, deren entschiedene Widersacher wir sind, zu behüten suchen, die erhabenen Ideen über Gott, die Thora, Israels Vergangenheit und Zukunft ihnen enthüllen, die sie mit edlem Stolze, Teilnehmer an dieser grossen Mission der geistigen Erlösung der Menschheit zu sein, erfüllen soll und zur Begeisterung für ihre religiöse Pflicht und zur Freude über die treue Erfü'ilung derselben führen möge“. Wir sagen dies mit den Worten: In Scherns Zelten soll dem jüdischen Gesetze ein dauerndes Heiligtum errichtet werden, das nicht wieder durch fremde Sitten entweiht, durch Schmähungen und Angriffe von äussern und innern Feinden verunglimpft und verächtlich gemacht werden soll. Denn nur im!üdischen Gesetze

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