Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1920)
- Date
- 1920-09-01
- Page
- Seite 485 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Tohuwabohu. 465 sich für Sabbat Kredit verschafft und den Wein von den Weibern dort trinken lässt, weil er סתם 'ינם nicht selbst trinken will, dem die Amanda das Käppchen herunterreisst, wie er Brocho machen will, uod der die Brocbo dann macht noch ganz rot von dem Ringen und Pressen mit der Amanda, das ist wieder Ueber־ treibung, besonders wenn er in diesem Milieu vom Scheitel spricht, aber dennoch nicht erdacht. Wir glauben sagen zu dürfen, dass diese Gestalt einer vergangenen Zeit angehört. Durch das immer mehr G. s. D. sich durchsetzende frühe Heiraten stirbt sie aus. Aber so lange nur einer von dieser Sorte umhergeht und gar als Vorkämpfer des gesetzestreuen Judentums seine Gegner in die Schranken fordert, bedeutet das eine Entweihung des göttlichen Namens. G. bringt noch mancherlei anderes vor, meist aus dem Gebiet der הערמה. Wir legen darauf nicht soviel Gewicht wie auf die beiden erwähnten Punkte. Denn dem, der nicht befähigt oder nicht gewillt ist, sich in den Gedanken des הב אמרו והב אמרו zu vertiefen, wird man nie genug tun können. Aber es wäre doch zu überlegen, was ja schon Jehuda Halevi in seinem Kusari und nach ihm soviele andere unserer Grossen ausgesprochen, ob man nicht eben um der Gefahr des חלול השם willen jede הערמה zu vermeiden suchen müsste. Es ist sehr unbequem, wenn man den Haus- und Türschlüssel am Freitag abends nicht zur Verfügung hat. Aber man müsste eben jede Unbequemlichkeit in den Kauf nehmen, um den ״Sabbatbgürtel״ zu vermeiden, über den in der Umgebung, in der wir nun einmal leben, sich der Spott nicht nur G.’s ergiesst. אץ לך דבר שעומד בפני חלול השם. Von allen diesen Dingen darf man in unseren Kreisen nicht sprechen. Denn wir sind eine Partei geworden, und man darf die Partei nicht schädigen. Bis dann ein anderer kommt aus dem fremden Lager und die schwärende Wunde aufzeigt und das Judentum, unser Judentum verächtlich wird. Sicher, G. schiesst weit über das Ziel hinaus, seine Gegen- Überstellung der religionsgesetzlichen Betätigung im Westen und Osten ist unzureichend, der Riss, der auch durch die Jugend des