Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1920)
- Date
- 1920-07-01
- Page
- Seite 360 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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360 Die Misdmah ellität gelangten, viel später, nur die erwähnten Sammlungen Rabbi Chijas und Rabbi Osehajas. Viele Fragmente der Baraithoth sind in die ganze tannaitische und talmudische Literatur eingefügt. Eine Fülle loser Baraithoth wird in den beiden Talmuden zitiert, meistens stammen sie aus verloren gegangenen Sammlungen, doch ist es auch möglich, dass einzelne von ihnen von vornherein lose vorgetra־ gen waren. Der Zukunft bleibt die grosse Arbeit Vorbehalten, die in der talmudischen Literatur verwandten Sammlungen zu rekonstruieren. Wie eine neue Zeit die Trümmer einer uralten Stadt zum neuen Aufbau verwendet, so fügen sich die Baraithoth in die beiden Talmude, und auch das trug zu ihrem Verschwinden bei, dass, wo es nötig war. die offiziellen und wichtigeren Hauptmischnajoth erhalten waren. (Schluss folgt.) :tfeäiüUlit.Uiii Charakterbilder unserer grossen Gesetzeslehrer. Von Dr. Simon Eppenstein, Berlin. IV. Die spanische Schule. 1) lsak ihn Ghiat. Die pyrenäische Halbinsel war dasjenige europäische Land, in dem die von den babylonischen Hochschulen ausgestreute Saat besonders reichliche Früchte getragen hat. Es ist nicht zu leugnen, dass die Zugehörigkeit zu dem islamitischen Reich, das in Bagdad seinen Zentralpunkt hatte, auch nachdem der dortige Khalif aufgehört hatte, der unbestrittene Kerrscher über die ehemalige spanische Provinz seines grossen, drei Erdteile umlassenden Reiches zu sein, sehr viel zum Erstarken der geistigem Kultur der Juden Spaniens beigetragen hat. Während wir vor der