Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1920-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1920) · p. Seite 327

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1920)
Date
1920-05-01
Page
Seite 327 (sequence 129)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2292929-2292996-2293000--04315-2297597
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Esriel Hildesheimer uod die jüdische Solidarität. 327 Nationalismus propagiert werden, aber der berechtigte Kern, dass wir bei allem Wohlergehen die Not des Galuth tagtäglich fühlen müssen, dass die Emanzipation nicht erkauft werden darf mit der Preisgabe wesentlicher Züge des Volkscharakters, dass Erez Jisroel auch vor der Erlösung immer mehr unser Land werden, dass darum der Strom der Auswanderer möglichst nach dem heiligen Lande geleitet, dass grosszügige praktische Palästinaarbeit geleistet werden müsse, kurz all das, was die ״Chowewe Zion״ vertraten, das hat er schon früh ausgesprochen. ג) Eine Reihe von Vorträgen hat er diesem Gegenstand gewidmet1 2): Er zeigt in glühenden Worten wie mit Palästina sich Erinnerungen verknüpfen, denen die Menschheit nichts an die Seite zu stellen hat, begnügt sich aber nicht mit theoretischen und gefühlsmassigen Auseinandersetzungen, sondern fordert die Gegenwartsarbeit an Palästina: ״Die materiellen Mittel, welche zur Anbahnung einer besseren Zukunft und Vorbereitung zu der, wer weiss, wie bald, nach dem Ratschlüsse Gottes anbrechenden Morgenröte Zions und Jerusalems versucht werden, konzentrieren sich auf zwei Prinzipien: Selbsthilfe und Universalismus.״ Er wird nicht müde, auf die beiden Forderungen als die einzigen Rettungsmittel binzuweisen. 3) Das sind heute Alltagsweisheiten. 1) Vgl. den Brief von H. in ״ שיבת ציוןSammlung von Aussprüchen hervorragenden zeitgenössischer Gelehrter zu Gunsten der Besiedelung Palästinas.״ Warschau 1891 S. 52 f. Eine Uebersetzung dieses ausführlichen und hochinteressanten Schreibens hat Hermann Struck veröffentlicht in ״Jüdische Rundschau" 1907 S. 277 f. Bemerkenswert daraus, dass er schon bei der Auswandererflut nach den Maigesetzen, in einer Notabein-Versammlung hervorragender Juden Deutschlands, Frankreichs Englands und Amerikas als einziger der! Antrag gestellt hat. die Auswandererbewegung nicht ausschliesslich nach Amerika, sondern auch nach Palästina zu leiten, sich aber freilich nicht durchsetzen konnte. 2) ״Des heiligen Landes Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“ Jüd. Presse 1879 Nr. 5—8. ״Die Palästinafrage und ihre Geschichte.“ Ebd. 1885 Nr. 3 — 11. ״Die Palästinafrage und ihre Geschichte.“ Israel. Monatsschrift 1901 Nr. 3. 3) Vgl. auch E. Hildesheimer: Der Verein Esratli Hanidaehim in Jerusalem. Jüd. Presse 1884 Nr. 10.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.