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Jeschurun · 1920-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1920) · p. Seite 266

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1920)
Date
1920-05-01
Page
Seite 266 (sequence 68)
Language
German
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266 Einiges über die Tätigkeit Dr. I. Hildesheimers in Ungarn. מוכיח אד לשתיה, כי הלילה לי לפסוע פסיעה אחת נגד הפנמת גדולי ישראל יראי אלקים, ואני את נפשי הצלתי. וזאת היא נחמתי" כי באמת גדולי ישראל מיגעים בזה כ״כ ער שאין שוד, כלום אם אד הצעיר ג״כ מיגע או לא... Es wäre also ein ganz vergeblicher Kampf für H. gewesen, gegen den Willen der konservativen Führer für die Errichtung eines Rabbiner-Seminars in Ungarn einzutreten. Sein Streben musste dahin gehen, die Errichtung der Anstalt durch die neologen Führer zu verhindern, da sie ja jenem Zwecke, den H. für ein solches Institut gesteckt, keinesfalls entsprechen würde. Wenn man die Sache von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, begreift man Hildesheimers Vorgehen, der als Kriterium der Zugehörigkeit zu seiner Partei im Kongress die Verwerfung des Statutes für die Gemeindeorganisation und des für die Rabbinerschule bezeichnet.17) Trotzdem liess H. seine Ideen betreffs Rabbinerausbildung nicht ganz fallen und hat in einer während der Kongressberatungen stattgefundenen Rabbinerversammlung in Budapest den Antrag gestellt, dass an der Pressburger Jeschiwa auch allgemein wissenschaftliche Fächer gelehrt werden. Der präsidierende Pressburger Raw war nicht gegen den Antrag, und bemerkte nur, dass das wissenschaftliche Studium nicht auf Kosten und zum Nachteile der Thorawissenschaft betrieben wrerden dürfe. Diese liberale Ansicht rief eine grosse Bestürzung unter den sogenannten Chassidim hervor; selbst der eigene Sohn des Pressburger Raw׳’s wagte es, seinem Vater Vorwürfe in der Oeffentlichkeit ob seiner Nachgiebigkeit zu machea1s). Hildesheimers langgehegter Wunsch, ein konservatives Rabbiner-Seminar in Ungarn zu gründen, ist also vereitelt worden. Der Kongress hat bekanntlich die Gründung der Budapester Rabbiner-Schule beschlossen, die im Jahre 1877 eröffnet wurde. Die Anstalt ist seit ihrer Gründung als für das Judentum verderblich von Seiten der Orthodoxie betrachtet worden, ohne dass aber diese für entsprechende Ausbildung ihrer Rabbiner und Lehrer gesorgt hätte. 17) Rechenschafts-Bericht S. 201. 1S) Büch ler a. a. 0. S. öl f.

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