Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1920)
- Date
- 1920-05-01
- Page
- Seite 263 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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Einiges über die Tätigkeit Dr. I. Hildesheimers in Ungarn. 260 an Sie wende, brauche ich nach Ihrer ehrenvollen Stellung nicht erst zu entschuldigen. Die Broschüre wird etwa 5 Bogen stark sein und etwa 25 Kreuzer kosten. Wenn, wie ich hoffe ein nicht unbedeutender Ueberschuss über die Auslagen bleiben wird, so werde ich denselben zur Verwendung etwa künftiger für unsere grosse Angelegenheit notwendiger Kundmachungen benützen. Ich ersuche Sie daher, mir gefälligst auz.ugeben, ob Sie eine Partie und eine wie grosse annehmen wollen, und zwar bitte ich Sie. mich Ihre Entschliesaung so umgehend wie möglich wissen zu lassen, weil, wie ich schon gesagt, der Druck des Manuskripts begonnen, und ich die Auflage nach einzelnen Be- Stellungen bemessen muss. Fre an dsehaft] ich st הק׳ עזריא:1 הילדעזדדימער. Die in dem vorhergehenden Briefe öfters genannte Broschüre ist wohl die ״Zum Congresse“ (Prag lb68) betitelte, die den Erfolg hatte, dass das Wahlstatut abgeändert wurde und eine ganze Anzahl Rabbiner in den Kongress gesandt worden ist. Während der Kongresswahlen, da die Intriguen, Hetzereien und Bestechungen ganz nach Art der Parlamentswahlen in Ungarn ihre Orgien feierten,1־) hatten besonders zwei Fragen die Gemüter in Aufregung gehalten: die Seminar-Frage und die Stellung des Rabbiners in und gegenüber der Gemeinde. Die Kenntnis der Stellungnahme Hildesheimers zu beiden Fragen ist von Wichtigkeit, umsomehr als betreffs der Seminarfrage ihm der Vorwurf der Inkonsequenz gemacht worden ist.13) I?) V enetianer a. a. 0. S. 0US. 13) Kechenschafts-Ber. S. 144: ״Ich werde überhaupt . . . bei der Diskussion über die Seminarfrage . . . , mir die Ehre geben, naehzuweisen, dass ich mich in gar keiner Inkonsequenz befinde und will nur vorläufig־ sagen, dass, insofern das Rabbinerseminar möglicherweise ein Ruin für die Religion zu sein bestimmt ist, ich insofern gegen die absolute Kreirung bin.“ Der Voiwurf der Inkonsequenz wird ihm besonders gemacht in der von Sektionsrat J. R a 11 n i c 11 e r verfassten ״Denkschrift in Angelegenheit des Rabb.-Bildungs-Institutes (1ST4) [wieder a!)gedruckt in Magyar Zsiuo Szemle!9!ל, S. 140 tf.j S. 150 f. Er rekapituliert Hfs Ansicht so: H. hielt den Kongress nicht für berechtigt zur Bildung von Anstalten, die möglicherweise zur Hebung des Judentums, möglicherweise aber nicht zur Hebung des praktisch-!üd.-reiigiüsen Leb(-־:s dienen können und bezeichnete die beantragte JR&bbmerschule als ein Experiment, das schon Iraner hin und wieder gemacht, aber nie in vollkommenem