Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1920)
- Date
- 1920-03-01
- Page
- Seite 189 (sequence 80)
- Language
- German
- Belongs to
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189 Wir und die Ostjuden sehen erfolgen. So passen beide Sätze in den Zusammenhang der ganzen Gruppe und ebenso zum vorangehenden Ausspruch: ״Wer heute Brat im Korb hat und fragt: Was werden wir morgen zu essen־ haben?, der gehört zu den Kleingläubigen/4 l!il!ii!iS!!i!!lü!Iil2ii:ilSI!][!!t!!!i!!(!il!i Bemerkungen zu dem Kapitel: Wir und die Ostjuden.) Von Rechtsanwalt Dr. Wiener, Thorn. In den Zeitungen und den Zeitschriften, auf den Tagungen und’ Zusammenkünften, überall wo die Ereignisse des Tages und die geistige Arbeit der Menschen vom Standpunkt der תורה aus gewertet werden, da findet man wieder und immer wieder zwei Gedanken ausgesprochen. Zurück zur תורה! Unser Leben, unser Denken und Empfinden, unser Tun und unsere geistigen Interessen müssen von den Ideen des Gottesgesetzes getragen sein, Lehre und Leben müssen wieder unter ihre Fittiche zurückkehren, זזדש ימינו כקדם Und diese Rückkehr zur תורה ist, so wird gelehrt, nur in der Weise möglich, daß wir am Born des lebendigen Judentums, der uns heute noch strömt, unsere Nahrung suchen, daß wir anknüpfen an jene Art zu lernen und zu leben, die in Polen trotz allen äußeren Drucks bis heute eine Atmosphäre bildet, in der sich reiches jüdisches Leben entfaltet. Jener erste Satz, daß eine Gesundung unseres Judentums, d. h. unsere Gesundung nur durch eine Umgestaltung der uns in Lehre und Leben beherrschenden Potenzen möglich sei. bedarf in diesen Blättern wohl keiner Erörterung. Aber ob die Annäherung an das Judentum gerade in der Gestalt, wie es sich in Polen gebildet hat und bis heute lebendig geblieben ist, auch für uns *) Zu dem Streit der Meinungen soll auch diese Stimme gehört werden,, obwohl wir — wie den Lesern unserer Zeitschrift nicht gesagt zu werden» braucht — mit dem verehrten Einsender nicht in allem übereinstimmen. Der Herausgeber.