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Jeschurun · 1920-03-01 · Heft 3-4 (März 1920) · p. Seite 187

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 3-4 (März 1920)
Date
1920-03-01
Page
Seite 187 (sequence 78)
Language
German
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Cheruth 187 Volk sich eigentlich erst in der Gottheit geeint erkennt, und Gott wesentlich Gott unseres Volkes ist Nicht soll hiermit gesagt sein, daß Gott nicht Gott der Menschheit ist, aber das jüdische Volk hat sich als das besondere und fast wahlverwandte Gefäß für das Göttliche erwiesen. Fast scheinen die Unterschiede zwischen Buber und uns zu schwinden. Denn man kann ganz Aehnliches in Cheruth lesen. Und vielleicht ist Buber nicht so fern von uns wie er denkt und niederschreibt. Als wesentlicher Unterschied aber ergibt sich: daß wir Lehre und Gesetz in ihren letzten Notwendigkeiten begreifen, und daß wir auch die Erkenntnis lieben als einen Weg zu Gott. Denn bei Buber bleibt das eigentliche Problem des Religiösen ganz verschwommen, da er es anscheinend prinzipiell mit Elementen verquickt, die erst eine sekundäre wenn auch innigste Verbindung mit ihm eingehen. Vielleicht konnte es nicht in der Form einer Rede liegen, das letzte religiöse Problem überhaupt zu berühren; und die innere Beziehung zu Volksgeist und Volkserneuerung findet hier eine Art Begründung, da sie im menschlichen Bewußtsein gleicherweise vorhanden sind und daher gleicherweise verlangen, einer verirrten Jugend in das suchende Herz gepflanzt zu werden. Wir aber erkennen genau, daß diese Rede nur ein Vorspiel sein kann. Denn der Denker kann nicht bei dem rein Subjektiven stehen bleiben, er wird den Weg zum Objektiv-Absoluten mit Notwendigkeit gehen. * * * Die Aussprüche R. Jlaa’s. Vom Rabb. Dr. S. K a a t z in Hindenburg O.-S. Von R. Ilaa bar Jeberechja findet sich im Talmud (Sota 49al eine Gruppe von vier aggadischen Sätzen, die offensichtlich eine Einheit bilden. Sie beziehen sich auf die Thorajünger. Während nun der Sinn der zwei letzten Aussprüche dieser Gruppe klar ist erscheinen die beiden ersten rätselhaft. Nach der bisher geltenden

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