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Jeschurun · 1920-03-01 · Heft 3-4 (März 1920) · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 3-4 (März 1920)
Date
1920-03-01
Page
Seite 131 (sequence 22)
Language
German
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131 Die Mischnah ich vor ihnen daliegen, wie ein unverrückbarer Felsblock. — Und die Feinde wichen nicht vom Platz, bis sie seinen Leib wie ein Sieb durchlöchert hatten!“ Doch der Abbruch der Ordination war verhindert. Ein neues Geschlecht von Ordinierten konnte den Platz des alten einnehmen und der kommenden Zeit die Thora vererben. Einige der entkommenen, bedeutenderen Gelehrten dachten an die Errichtung eines Thora-Hauses in Babylon, da die Interkalierung des Jahres und die Festlegung der Monate erforderlich war. An ihrer Spitze stand Rabbi Chanania, der Neffe Rabbi Jehoschuas. So bestand die Gefahr, daß auch die Thora auswandern würde. Allein während der ״Nachwehen der Verfolgung“12) versammelten sich die entronnenen Gelehrten, u. a. die von Rabbi Jehuda ben Baba ordinierten Schüler Rabbi Akibas in der Rimon- Ebene und interkalierten hier das Jahr, damit dieses Abzeichen der Senatsherrschaft nicht dem Lande Israel entzogen würde. Späterhin traten sie in Uscha, einer kleinen Stadt Galiläas, zusammen, um dort die übrigen Gelehrten zu sammeln und Schüler heranzuziehen; Boten wurden ausgesandt: ״Wer gelernt hat, komme und lehre, und wer nicht gelernt hat, komme und lerne.“13) Anscheinend war anfänglich Rabbi Jehudä ben Ilaj, ein Einwohner Uschas, Vor־ sitzender des Senats. Unter großen Leiden und Entbehrungen beschäftigte man sich mit der Thora: ״Die Gottesfurcht soll gelobt werden — dieser Schriftvers meint die Zeit des Rabbi Jehuda ben Ilaj.“ Auf seine Zeit hieß es, sechs Schüler hätten zusammen nur ein Kleid besessen, aber Thora-Studium betrieben.14) Bald darauf nahm Rabbi Nathan, der Babylonier, den Platz des Ab-Beth-Din ein, und Rabbi Meir wurde Chacham־Beth-ha-Waad. Nach einigem Widerstreben verzichteten natürlich die babylonischen Gelehrten auf dieErez Israel zustehenden Vorrechte, um die Einheit der Nation zu erhalten. Immer mehr Gelehrte zogen nun nach Uscha; über mehrere zeitgemäße Verordnungen stimmte man hier ab und sorgte ״während der Nachwehen der Verfolgung“ für die Wiederausbreitung der Thora. 12) ׳שלפי הגזרה Sabbath 60 a 14) Ssanhedrin 20 a 13) Midrasch Schir ha־Schirim II5

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