Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1920)
- Date
- 1920-03-01
- Page
- Seite 126 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2292929-2292996-2292999--04084-2297366- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die göttliche Gerechtigkeit 126 nicht von der Treue gegen seinen Gott. Sehet das Volk, wohl vermag es uns zu lehren das Wesen des wahren Gottesdienstes, der selbstlosen, uninteressierten Hingabe an Gott. Und um unseretwillen, um diese Wahrheit zu betätigen hat es gelitten: Verachtet war es und von Menschen verlassen. Aber unsere Krankheiten hat es getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten es für von Gott gestraft, von Gott geschlagen und geplagt, und es lag doch Strafe uns zum Heile auf ihm, und durch seine Striemen ward uns Heilung. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, wandten uns ein Jeder seines Weges. Gott aber, ließ es treffen unser aller Schuld. Das ist die Antwort, die uns das Buch Hiob auch für Israel gibt, soweit für das schwierigste aller religiösen Probleme eine Lösung zu finden ist. Sie gibt uns Trost, wenn wir für, unser Volk das spätere Schicksal Hiobs in Anspruch nehmen, wenn wir der glühenden Ueberzeugung leben, daß all unser Leid nur ein Prüfungs- und Bewährungsleiden ist, dem eine herrliche, gottbegnadete, gottgesegnete Zukunft folgt. J. W. Die Mischnah von E. M. Lipschütz, Jerusalem. Aus dem Hebräischen übersetzt von Arthur Rau, Berlin. 5. Die Zeit der ״Verfolgung“ und die Schüler Rabbi Akibas. Rabbi Akiba galt schon zu Lebzeiten seiner Lehrer als Autorität im Senat, denn er verstand es, die Arbeit Jabnes voll zu verwerten. ״Die Mischnah Rabbi Akibas“,1) die er in seinem Lehrhaus vortrug, war eine auf Grund der Entscheidung des Senats von Jabneh redigierte Mischnah. In dieser Mischnah waren die 1) Koheleth Rabba 97 d