Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1919)
- Date
- 1919-11-01
- Page
- Seite 607 (sequence 109)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Josephserzählung. 607 Toss. Sens und Toss. des R. Ascher ben Jechiel zu b.Sota a.a.O. bringen einen an Ps. 802 anknüpfenden Midrasch, den ich aber nirgends gefunden habe: מומו עצכלות יוהן5 בתוך עור טול כבפר וכככהח רוח חיים באותו עור וחייבו דכתיב רועח ישראל חאזיבח כוחג כצאן* יוסן*. M. Grünbaum, Nene Beitr. bringt S. 152 ans Comestor, Hist, scholastica, Ex. cap. 27 ״als Überlieferung der Hebräer“, daß, ״als sie im Begriffe waren, fortzugehen, plötzlich ein Lamm dastand, das sprechen konnte, und das sie mitnahmen, so daß dasselbe sie auf allen Wanderungen durch die Wüste begleitete. Darauf beziehe sich Ps. 802.“ Gr. meint dazu: ״Letztere seltsame Sage habe ich nirgends gefunden.“ Offenbar ist hier an die mitgeteilte Deutung gedacht. Das wird noch deutlicher, wenn man in Betracht zieht, daß die Erzählung von dem Flußbegräbnis bzw. von dem Begräbnis in den Königsgräbem in einer Reihe von Quellen noch den folgenden schönen Schluß hat: ״Sofort erzitterte der Sarg Josephs, und Moses nahm ihn und führte ihn mit sich. Und alle die Jahre, die Israel in der Wüste war, gingen jene beiden Laden, die mit dem Toten und die mit der Sehe China, miteinander neben ihnen her. Da fragten die Vorüb erziehenden: Was hat es für eine Bewandtnis mit diesen Laden? Israel antwortete: Die eine birgt einen Toten, die andere die Schechina. Jene erwiderten: Ist es denn die Art und Weise eines Toten, mit der Schechina zu gehen? Und Israel sprach: Der eine (Joseph) hat erfüllt, was in der anderen geschrieben steht.“ b. Sota a. a. O., Tos. Sota u. Pesikta de R. Kah. u. a. O. Beiläufig erwähnt sei hier noch Sechel tob I S. 331, der zu ויישם Gen. 5026 bemerkt: בשני יודין כתיב מלמד שהוא עצמו הייעו להנתן בארון ומעשה נם היה. J. H. Bondi geht a. a. O. 122 ff. genauer auf die syrische Version der Erzählung ein, die sich bei Wright, Contributions to the apocr. literature of the N. T. p. 62 des syrischen Textes findet. Bondi meint, wenn es darin bezüglich des Verschwindens der Josephleiche heiße: ״sie zerrissen ihre Kleider und weinten bitterlich und seufzten und stöhnten zu Gott“ und wenn dort weiterhin gesagt werde: ״und nach langer Zeit trocknete der Fluß aus. Und nachdem er ausgetrocknet und geschwunden war, seufzten die Israeliten zu Gott“ — diesem Passus zumal fehle sowohl der innere wie der rechte Zusammenhang mit dem Ganzen — so dürfe man wohl ägyptische Spuren vermuten. Ich vermag dem nicht beizupflichten. Als die Ursache ihres ersten Weinens wird ja deutlieh genug nicht sowohl der Umstand verzeichnet, daß sie die Lade Josephs, nachdem ״Pharao ihnen fortzugehen befohlen hatte“, nicht aufzufinden vermochten, wie vielmehr ״daß Gott sich von ihnen ganz ab gewandt habe“. Hinsichtlich des zweiten Punktes meint Bondi noch S. 127: ״Nicht die Lade wird sichtbar durch das Versiegen des Flusses — sie wird erst durch die Offenbarung des Engels gefunden — sondern das Versiegen ist eigentümlicher Weise der Anlaß zu erneuten