Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1919)
- Date
- 1919-11-01
- Page
- Seite 600 (sequence 102)
- Language
- German
- Belongs to
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600 Die Josephserzählung. Ebenso entbehrlich werden jetzt die folgenden Ausflüchte* zu denen Güdemann greifen muß: ״Weitere Momente dieses verflachenden Prozesses treten darin hervor, daß schon in den ältesten Quellen eine andere Meinung angeführt wird, wonach Joseph in den Königsgräbern beigesetzt worden sei, sowie darin, daß in einem jüngeren Midrasch die Namen Serach und Ascher, welche ursprünglich mit Absicht in die Sage verflochten worden waren, ganz weggelassen sind und bloß von einer ״ Auserwähltenסגולה) ״) als der Finderin von Josephs Sarkophag die Rede ist*. Haben wir erkannt, welche Rolle Serach in der Haggada spielt, so ist das epitheton ornans, das ihr in dem späteren Midrasch erteilt wird, ohne daß ihr Name aus״ drücklich genannt ist, ein hinreichender Beweis dafür, daß der Bericht sehr wohl weiß, um wen es sich handelt, ja sogar bei dem Leser voraussetzt, daß auch dieser das wisse1). Und die auch Grünb. S. 152 anführt. Biruni (s. auch Grünb. a. a. O.) erzählt: ״er nahm Papier und bildete durch Aufschneiden desselben die Figur eines Fisches, auf welche er hauchte, dann die Figur eines Kalbes und warf Beides in den Nil. Als Aron das goldene Kalb verfertigte, besaß er die Figur dieses Kalbes“. 8.!Landauer glaubt in seiner Besprechung der durch E. Sachau besorgten englischen Übersetzung von Birunis: The chronology of ancient nations. London 1879 in den Göttinger Gelehrten Anzeigen Juni 1880 S. 779f. von ״zoologischen Schnitzern“ Jakübs, in diesem Falle des Gewährsmannes Birunis sprechen zu dürfen und meint: ״In den uns erhaltenen Midraschim findet sich nichts ähnliches“. Die angeführte Midraschstelle zeigt indessen, auf welchem Wege aus dem ״Ochsen“ ein ״Kalb“ geworden ist; s. aber überdies Ps. 10619f.: י*שו גל בחרב ♦ ♦ וימירו את בברדס בתבנית שור*. Aber auch die Figur eines Fisches hat ihren guten Grund. Zu dem Segen וילגו לרוב, den Jakob Gen. 4816 über Joseph spricht, bemerkt b. Berachoth 20 a und a. a. O.: אן5 זר*ו של יוסן6 אין *ין דר* שולטת בדם מד דגים טובים מים מכסים *לידם 0ואין *ין דר* שולטת בד*, s. auch di• Ausführungen Ber. r. Kap. 97 zu Gen. ». a. O. und die Bemerkung Ber. r. Kap. 99 zu Gen. 4922 und Ber. r. a. a. O. ג) Zunz, Gottesdienstl. Vorträge 2. Aufl. nennt S. 249 b den Auadruck סגולד an •rster Stelle unter denjenigen, welche dem Midrasch Deuteronomium eigentümlich sind. Das Wort selbst kommt ja bekenntlich wie in der Bibel, so auch sonst im Rabbinischen vor, wird aber an unserer Stelle in einem übertragenen und sonst nicht gebrauch- Rehen Sinn# angewandt. Ein Beweis für die Richtigkeit der oben vor-