Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1919)
- Date
- 1919-11-01
- Page
- Seite 598 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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598 Die JosephserzäKhmg. ägyptisehen Landessitte s. Ad. Erman, Ägyptisches Leben S. 315, E. König, Die Genesis S. 760 und S. Krauß. Talmndische Archäologie II S. 58. In talmndischer Zeit war der Sarg zumeist aus Holz, Ton oder Stein, s. Perles und Krauß a. a. O. Bei den arabischen und syrischen Autoren ist der Sarg aus Marmor s. Grünbaum a. a. O. Deut. r. a. a. O. spricht von einem ככרים ,pn ארון של. Ich berühre dabei hier in der Hauptsache nur diejenigen Punkte, auf welche Güdemann selbst zu sprechen kommt, und bei denen eine leichte äußere Analogie da und dort im ersten Augenblick auffallen kann. Wie verschwinden diese scheinbaren Parallelen erst ganz und gar, wenn. man nicht nur das hier Berührte und die segenspendende Tätigkeit des Osiris im Auge hat, sondern das Ganze des Mythus: die Ermordung des Osiris, die Zerstückelung und Ausstreuung seiner Leiche, die Aufsuchung und Bestattung der Stücke durch Isis und ihre Totenklage mit Nephthys, die Geburt des Horus und seine Aufziehung in den Sümpfen des Delta, den Kampf des Horus mit Set, den Prozeß, welchen er gegen ihn vor dem Gerichtshof der einzelnen Hauptstädte des Landes führt usw. G. geht auf alle diese Punkte natürlich nicht ein und meint schließlich noch: (S. 31) Zur Beleuchtung des auf die Judaisierung verdächtiger Haggadas abzielenden Verfahrens trage auch bei, daß Moses, um den Sarg Josephs an die Oberfläche zu bringen, einen Stein in den Nil werfe. ״Dieser Vorgang ist offenbar Könige 66 nachgebildet. Die Übertragung dieses biblischenZuges verfolgt nur den Zweck, der Erzählung ein jüdisches Gepräge zu geben. In den Quellen ist bereits das Verständnis für die diplomatische Bedeutung dieser Übertragung geschwunden: in der Mechilta ist erwähnt, daß Moses einen Stein in den Nil geworfen, aber der betreffende Vers, welcher den Wurf erst erklärt, ist ausgelassen. Der talmudische Bericht zieht den Vers an, aber von dem Steinwurfe geschieht keine Erwähnung.Diese Auslassungen bezeichnen ebensoviele Stadien des Prozesses, den unsere Haggada durchlaufen hat44. Diese Künsteleien richten sich von selbst. Schon ihre Voraussetzungen sind irrige. Den genannten Schriftvers zieht ja, wie wir wissen, wie die Baraitha und Tosefta so auch die