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Jeschurun · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 592

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 592 (sequence 94)
Language
German
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592 Die Jos ephser Zahlung. Serach, die Tochter des Ascher, wird in der heiligen Schrift dreimal genannt: Gen. 46!7 (ושרח אחותם), Num. 2646 (ושם בת אשר שרח) und 1. Chr. 730 (ושרח אחותם). Ist die Erwähnung Serachs an der ersten und letzten dieser Stellen aus dem ganzen Zusammenhang heraus verständlich, so erscheint sie schwieriger in der mittleren. Das bezügliche Kapitel des 4. B. M. nimmt eine Zählung der Stämme des Volks wegen der Verteilung des Landes vor. Nur die Stämme als solche, nicht Einzelpersonen werden aufgezählt. Eine Ausnähme machen nur aus besonderen Gründen vv. 9ff., 19 und 33 (die von den Töchtern Zelophchods handeln; vgl. 27!ff.) und eben der genannte Vers, Während aber jene von zeitgenössischen Persönlichkeiten sprechen, redet dieser von einer Frau, die einer vergangenen Generation angehört. Nun dürfte diese Stelle sich nach dem einfachen Schriftsinn hier gleichfalls nicht auf die Einzelperson als solche beziehen und etwa so zu verstehen sein, wie sie Nachmanides und ihm folgend Biur erklären. Was Wunder aber, daß bereits eine alte haggadische Auslegung (Seder Olam Kap. 9) hier auf eine ganz andere Deutung verfällt: Serach ist noch am Leben und darum wird gerade ihrer hier gedacht. Wie folgerichtig die Haggada in ihrer Art verfährt, dafür ist ein interessantes Beispiel, daß sie an anderer Stelle (Pesikta ed. S. Buber S. 87 ar, Gen. r. Kap. 94, Midr. Koheleth 9!8, Jalkut zu Samuel a. a. 0. § 152 u. a. 0.) auch in der ungenannten ״weisen Frau״, die nach dem Bericht des 2. Samuelbuches (20!6ff.) die Stadt Abel vor der Vernichtung gerettet hat, keine andere erblickt als Serach, die Tochter des Ascher. Hat sie schon bis in die Zeit des Moses hinein gelebt, so überdauert sie auch noch weiter die Geschlechter. Wenn jene a. a. O. v. 19 sagt, אנכי טזלכלי אבלו־כי יעוראל. so soll damit angedeutet sein, daß Serach es war, die den treubewährten Joseph dem treubewährten Mo*es übergeben habe (ואבי דזטזלמתי כאמין* לבאכלן: Pesikta Beschallach a. a. 0. und die dort Anm. 125 genannten weiteren Parallelstellen), und daß sie den siebzig Personen zuzurechnen ist, die nach der Mitteilung der Schrift mit Jakob nach Ägypten kamen (a. den angef. Stellen). Bei den Arabern ist Serach wegen ihres hohen Alters sprich-

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