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Jeschurun · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 589

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 589 (sequence 91)
Language
German
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Die Jo s epliserzähliiD g. 589 Güdemann behauptet uun auf Grund dieses Berichts, der z. T. in etwas anderer Gestalt und bald gekürzt, bald noch weiter ausgeschmiickt Tos. Sota Kap. 4 ed. Zuckermandel S. 299f., b. Sota 13a, Tanch. Jel. z. St., Pesikta Beschallach S. 86a (s. auch Jalkut z. St.), Exod. r. Kap. 20, Deut. r. Ende, Midrasch vom Tode Mosis (Beth ha-Midrasch ed. A. Jellinek, Leipzig 1853 I S. 115). Chronik des Moses (a. a. 0. II S. 10f.), Sohar, Beschallach z. St., Lekach tob z. St, Sechei tob II, S. 171, Midr. haggadol S. 771 f., Sefer kajaschar, Pseudo Jon.^zu Gen. 5026 und Exod. 13!9, ed. Ginsburger S. 97 und 121 u. a. 0. zu lesen ist, — G. nennt nur einige dieser Stellen —, daß der Mythus von dem Tode des Osiris sich in den haggadischen Berichten von dem Hintritt und der Wiederauffindung Josephs fast wörtlich wiederfinde. Die Konstruktion der Haggada ließe uns in manchen Einzelheiten die Vorlage־ fast deutlich wieder erkennen. ״Denn offenbar bezeichnet die Haggada bloß deshalb ein Weib als die Einderin von Josephs Grabstätte, weil in der ägyptischen Vorlage ebenfalls ein Weib um die Auffindung des Osiris-Leichnams bemüht ist. Um dieser Harmonisierung willen muß das gesamte jüdische Volk die Versenkung von Josephs Sarkophage gänzlich vergessen haben, während der einzigen Ser ach mit der schwächlichen Begründung, daß sie allein von den Zeitgenossen Josephs noch am Leben war, die Einderrolle zugeteilt wird! Gewiß auch ist der Anklang des Namens Asser, an den ägyptischen Namen des Osiris-Assar bei der Konstruktion des Sagengemenges nicht ohne bestimmenden Einfluß gewesen.Endlich erinnert die Angabe, daß Moses drei Tage und drei Nächte umhergeirrt sei, um den Leichnam Josephs zu finden, augenfällig an die ״umherirrende Isis“ (a. a. 0. S. 28). Schon sofort die Gleichung, welche Güdemann für seine Behauptungen voraussetzt, ist irrig. G. gesteht das insofern selbst zu, als er in einem Atem zu Beginn seiner hier mitgeteilten x^usführungen Isis und Serach in Parallele setzt, während er am Schlüsse wieder den umherirrenden Moses und die umherirrende Isis in Vergleich bringt. Die vermeintliche

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