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Jeschurun · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 587

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 587 (sequence 89)
Language
German
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Die Josephserzählung. 587 ja angeblich der ursprüngliche Name des Moses gewesen sein soll, in seiner ersten Worthälfte, an Manetho anknüpfend, von dem Namen des Gottes Osiris ableitet, während er in der zweiten Worthälfte das ״den Ägyptern and Hebräern gemeinsame“ סוף Schilf erblickt und dabei an De lside et Osiride a. a. 0. Kap. 86 erinnert, wonach die Ägypter nicht bloß den Nil, sondern alles Feuchte den Ausfluß des Gottes nennen: ״durch die Binse bezeichnen sie den König und den südlichen Teil der Welt; die Binse wird übersetzt durch Tränkung und Bewegung aller Dinge“, so will ich einmal dahin gestellt sein lassen, ob man eine solche Etymologie wagen darf, so sehr Güdemann in der Hauptsache hier zweifellos recht hat * 1)״ Die beiden erwähnten Talmudstellen könnten im Gegenteil die Vermutung nahelegen, daß die Männer, welche die bildliche Darstellung heidnischer Götter so sehr verpönt haben, diesen auch keinen offenen oder versteckten Platz in ihren Erzählungen gegönnt haben. Und selbst, wenn man mit Saalschütz, Zur Kritik Manethos und der Manethonischen Hyksos S. 91, A. Jeilinek bei I. H. Weiß, Mechiltha S. XXI, A. Jeremias, Das Alte Testament im Lichte des Alten Orients 3. Aufl. S. 350 und bes.351, A.v. Gutscbmid, Kleine Schriften IV S.419, J.Marquart, Chronologische Untersuchungen, Philologus Jhg. 1899 Supplementband VII, der seine Vorgänger nicht zu kennen scheint, der Meinung ist, die ägyptische Überlieferung habe den als Gottesnamen verstandenen ersten Teil des Namens Joseph bzw. Jehoseph (Ps. 816) durch den ägyptischen Gottesnamen ersetzt, so ist auch damit für seine These kaum etwas gewonnen. Güdemann a. a. O. S. 33 macht gegen Saalschutz geltend, daß fipt-P als poetisch auseinandergezogene Form von 5יוסן anzusehen sei, vgl. ידזרכויע ,ידזרדד usw. Diese Auffassung ist zweifellos die richtige. *) Ed. Meyer, Geschichte des alten Ägyptens S. 277 Anm. 2 und J. Marquart, Philologus Jhg. 1899 Supplementband VII sehen in *Ocap<nj9 einen dem Gottesnamen Osar־Sip entlehnten Personennamen: ״Osar-Sip“ ist ihnen ein religiöser Synkretismus wie Osar-Hapi (Osiris-Apis, Sdparac). Derselbe Gottesname begegne uns auch in IIsTcar^, welchen Namen Joseph bekanntlich nach Chairemon bei Josephus contra Apionem I, 32 geführt hat.

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